Zehn Jahre nach dem Rütli-Schul-Aufruf: Radikal reformiert

Zehn Jahre nach dem Rütli-Schul-Aufruf

Der Brief der Neuköllner Rütli-Schule machte Geschichte. Heute ist die ehemalige Hauptschule ein Vorzeigeprojekt. Doch wie sieht es an anderen Schulen aus?

Der Brief der Neuköllner Rütli-Schule machte Geschichte. Setzte er doch einen Prozess in Bewegung, an dessen Ende die Hauptschule als Verliererschule faktisch abgeschafft wurde. Heute besucht nur noch jeder zehnte Schüler eine Hauptschule.

Ziemlich exakt zehn Jahre ist es her, als ein von LehrerInnen einer Neuköllner Hauptschule verfasster Brief an die Öffentlichkeit gelangte. Darin beklagten sie die Zustände im Klassenraum: „Lehrkräfte werden gar nicht wahrgenommen, Gegenstände fliegen zielgerichtet gegen Lehrkräfte durch die Klassen, Anweisungen werden ignoriert.“ Sie stellten das gegliederte Schulsystem infrage: „Welchen Sinn macht es, dass in einer Schule alle Schüler/innen gesammelt werden, die weder von den Eltern noch von der Wirtschaft Perspektiven aufgezeigt bekommen, um ihr Leben sinnvoll gestalten zu können.“

Doch Schulen wie die Rütli-Schule damals gibt es immer noch. Nur heißen sie jetzt anders. Eine solche Schule ist die Berliner Integrierte Sekundarschule Hector Peterson. Die Schule versucht aus eigener Kraft, den Ruf der Verliererschule abzulegen und reformiert sich dafür radikal. Wie ihr das gelingt und warum die Schulleiterin derzeit nur ein gemischtes Fazit ziehen kann, lesen Sie in der taz.am wochenende.

Bildung ist ein Chancenbeschleuniger. Je höher der Abschluss, desto leichter der Eintritt in den Arbeitsmarkt und desto höher das Einkommen. Das zeigt der in dieser Woche veröffentlichte Sozialbericht des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung.

Noch keine Chancengleichheit

Die Integration der Hauptschulen in andere Schulformen hat jedoch nicht dazu geführt, dass heute Chancengleichheit herrscht. Das zeigen etwa Zahlen der Berliner Senatsbehörde für Bildung, die der taz vorliegen. In Berlin gibt es zwei Oberschulformen, die auf dem Papier gleichwertig sind: Gymnasien und Integrierte Sekundarschulen. Doch nur jede dritte Sekundarschule besitzt eine eigene Abituroberstufe. Das wirkt sich auf die Schülerschaft aus. An drei von vier Sekundarschulen ohne Abiturstufe sind mindestens 40 Prozent Schüler, beziehungsweise deren Familien, auf staatliche Unterstützung angewiesen oder sind zugewandert. Nicht einmal jedes dritte Berliner Gymnasium erreicht diese Werte.

Bundesweit das gleiche Bild. In Hamburg, beispielsweise, wo die Schulstruktur ähnlich ist, ist fast jeder dritte Schüler einer Stadtteilschule sehr niedriger oder niedriger sozialer Herkunft, ein doppelt so hoher Anteil wie an den Gymnasien.

Warum das so ist? Weil mit der Stärkung der Institution Gymnasium, das Klassensystem Schule insgesamt erhalten blieb. So die These der Geschichte in der taz.am wochenende.

 

Originalbeitrag lesen:

http://www.taz.de/Zehn-Jahre-nach-dem-Ruetli-Schul-Aufruf/!5302125

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Wenn die Uni nachfragt: Meine Krankheit gehört mir

Etwas Abstand bitte: Was genau hinter Krankengeschichten steht, geht Unis nichts an, finden viele Studenten.

Es war eine Prüfungsphase wie immer, doch in diesem Winter war für Marie nichts wie immer. Marie, Studentin der Politik und Soziologie, hatte private Probleme. Die psychische Belastung war so groß, dass sie sich krankschreiben ließ und zu Hause blieb. Plötzlich ein Anruf vom Prüfungsamt, sie solle dringend vorstellig werden: Auf dem Krankenschein fehlten die Symptome, das reiche so nicht, sie gelte damit als durchgefallen. Das weitere Studium war akut gefährdet. „Das hat mich in Panik versetzt“, erzählt sie. Sie sei zugleich beschämt gewesen – dann nämlich, als sie das ausgefüllte Attest des Psychiaters einreichen musste. Plötzlich war sie wie gläsern. Und das mit etwas sehr Privatem, ihrer Krankheit.

Marie, die anders heißt, ihren Namen aber nicht in der Zeitung lesen will, ist nicht die Einzige, der es an ihrer Uni so erging. Gerade in diesen Tagen, in denen Semesterabschlussprüfungen geschrieben werden, wiederholt sich ihre Geschichte, so oder so ähnlich. Wer sich zum Beispiel an der Universität Freiburg von einer Klausur oder Hausarbeit abmelden will, dem reicht ein einfacher gelber Zettel vom Hausarzt nicht. Die Uni verlangt mehr als eine übliche Krankschreibung – nämlich „Angaben zu Symptomen und der daraus resultierenden Leistungsminderung“, wie es auf einem Formular heißt. Die Begründung der Uni: Sogenannte „Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen versetzen den Prüfungsausschuss nicht in die Lage, die Frage der Prüfungsfähigkeit zu beurteilen, weshalb eine Genehmigung des Rücktritts dann nicht möglich ist“. Arbeitsunfähig, aber prüffähig? Für Studenten klingt das absurd.

Krankgeschriebene Studenten können nicht zur Prüfung kommen. Oder doch? Manche Unis fragen genau nach.

Andere Hochschulen wie etwa in Kiel, Dortmund und Darmstadt haben von dieser Praxis nach Protesten der Studenten Abstand genommen. Einige beharren aber weiter darauf. Und die Idee dahinter klingt erst einmal gar nicht schlecht: Gleiche Chancen für alle. Keiner soll länger lernen dürfen und sich damit einen Vorteil verschaffen. Aber rechtfertigt das einen so tiefen Einblick in die Privatsphäre? Die Studenten sagen: Nein.

Ein Sportstudent, dem das Kreuzband gerissen ist, mag keine Praxisprüfung in Volleyball mehr zustande bringen, wohl aber das dazugehörige Regeltestat. Auch eine Grippe kann man oft förmlich von der Nasenspitze ablesen, da gibt es dann nichts zu verheimlichen. Auf der anderen Seite gibt es oft gute Gründe, dass Studenten die Details ihrer Krankengeschichten nicht öffentlich machen wollen. Da müssen noch nicht einmal, so wie bei Marie, psychische Probleme dahinterstecken – die zu einer Stigmatisierung oder Ausgrenzung führen könnten. Und die man gerne für sich behält oder allenfalls der eigenen Familie und Freunden anvertrauen möchte.

URL der Quelle:

www.faz.net/

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Badreiniger im Test: Meister Proper Schluss­licht

Klassischer Bad- oder Kraft­reiniger – wer entfernt hartnä­ckigen Schmutz und Kalk am besten? Im Test treten 19 Mittel gegen­einander an. Im Putzwett­streit schneiden etliche güns­tige Reiniger gut ab. Ausgerechnet Seifenreste bereiten einigen Produkten große Schwierig­keiten – mehr noch als Kalk. Über­raschend schlecht schneidet Meister Proper ab. Erfreulich für Putzmuffel: Drei Mittel verhindern gut, dass sich neue Kalk­flecken bilden.

19 Mittel im Test: Kraft­meier gegen milde Klassiker

Die unzäh­ligen bunten Sprühflaschen in Drogeriemärkten lassen sich in zwei Gruppen unter­teilen: herkömm­liche Badreiniger und kraft­volle Mittel, die schon im Namen Stärke vermitteln („Power Reiniger“, „Maxx Power“). Die klassischen Reiniger kommen oft dezenter daher und tragen Beinamen wie „Classic“, „Citrus“ oder „Atlantik­frisch“. Vor allem bei ihnen zeigten sich große Unterschiede im Test. Jeder zweite der zehn geprüften klassischen Reiniger schneidet gut ab, der Rest nur ausreichend. Sie schwächeln vor allem bei der Putz­leistung. Dafür sind sie meist sanft zu Mensch und Natur. Bei den neun Kraft­reinigern ist es umge­kehrt: Sie reinigen meist gründlich, belasten Gewässer und Schleimhäute aber oft mehr.

Sechs lösen Kalk sehr gut

Bäder zu schrubben, blieb den Testern erspart. Sie prüften die Reiniger nicht in verschiedenen Haushalten. Der Schmutz wäre zu unterschiedlich, die Wirkung der Reiniger nicht vergleich­bar. Sie arbeiteten im Labor und nutzten Kalk in seiner edelsten Form: Marmor. Um zu prüfen, wie gut die Reiniger wirken, wogen die Prüfer kleine Marmorplatten aufs hundertstel Gramm genau. Dann tauchten sie die Plätt­chen in die Reinigerflüssig­keit. Schäumend fraßen sich die Säuren in den Marmor. Nach dem Abspülen und Trocknen gingen die Platten wieder auf die Waage. Je leichter sie geworden waren, desto mehr Kalziumkarbonat – sprich: Kalk – hatte der Reiniger beseitigt. Die Prüfung offen­bart den Vorteil vieler Kraft­reiniger: Etliche schneiden gut ab, sechs sogar sehr gut. Die Besten holen fünf­mal so viel Kalk von den Wänden wie einige herkömm­liche Badreiniger.

Manche versiegeln Oberflächen

Dass Kalk gar nicht erst entsteht, ist der Traum jedes Putzmuffels. Mehrere Produkte versprechen, ihn zu erfüllen und eine wasser­abweisende Schicht aufs Material aufzutragen. Einige versiegeln vergleichs­weise gut. Viel mehr Frei­zeit verschaffen sie aber auch nicht: Ein paar Mal duschen, dann bleibt das Wasser wieder an den Fliesen hängen, und es bildet sich erneut ein Kalk­schleier.

Ätzend zum Kalk, sanft zum Bad

Lange galt für Haus­halts­reiniger: Je besser sie wirken, desto größer ihre Neben­wirkungen. Unter säurehaltigen Kraft­protzen können Oberflächen leiden. In welchem Maße? Das haben wir geprüft. Wir ließen die Reiniger 24 Stunden auf 13 verschiedene Materialien einwirken, darunter Emaille, Keramik, Acryl, Gummi, Alu, verchromte Armaturen und diverse Kunststoffe. Erfreulicher­weise sind die Rezepturen vieler Produkte erstaunlich schonend zum Material. Das war in früheren Tests anders. Trotzdem sind scharfe Kalkkiller nach wie vor nichts für empfindliche Materialien wie etwa Marmorfuß­böden.

Einige Reiniger reizen die Schleimhäute

Für klassische Badreiniger verwenden die Hersteller in der Regel mildere Säuren als für die kraft­vollen Mittel. Das ist nicht nur vorteilhaft für sensible Oberflächen, sondern auch für Mensch und Umwelt. Einige Reiniger greifen Augen oder Atemwege an. Verbraucher sollten sie nur spar­sam, mit Hand­schuhen und bei offenem Fenster versprühen. In fens­terlosen Bädern empfiehlt sich sogar ein Atem­schutz.

Link zum Artikel:

www.test.de/Badreiniger-im-Test-Meister-Proper-Schlusslicht-4980485-0

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Preis für Rollläden

Ich suche Preise für Einbaurollläden, die direkt zusammen mit dem Fenster geliefert und im Rohbau eingebaut werden. Hier driften die Preise ganz schön auseinander.

Fertighausanbieter bieten den manuellen Rollladen für ca. 250 Euro an zzgl. 250 Euro Elektrik (Motor + Schalter + Leitung), andere Einzelbetriebe reden sich damit raus, das dies aufwändig und teuer ist und verlangen deutlich mehr.

Woran kann man sich hier orientieren und was könnte man ggf. zum Preis drücken für Argumente verwenden? Letztlich ist es doch gerade im Rohbau einfach Rollladen zusammen mit den Fenstern zu montieren.

Viele Grüße,

Wilhelm

Antwort

Hallo Wilhelm,

ich kann aus Ihrer Frage leider nicht entnehmen, in welcher Phase auf Ihrem Weg zum eigenen Haus Sie sich gerade befinden und auch nicht, ob Sie Ihr Haus selber bauen oder bauen lassen möchten. Ich gehe davon aus, dass Sie alles selber machen möchten, weil andernfalls jenes Unternehmen für Sie zuständig wäre, welches den Auftrag für die Errichtung des Hauses bekommt oder bekommen hat. Diese Auftragsvergabe setzt dabei eine Bauausschreibung mit einem genauen Leistungsverzeichnis (inkl. Rolläden) voraus.

Wenn es darum geht, Argumente für Preisverhandlungen (wofür auch immer) zu sammeln, kommen Sie jedenfalls an der wichtigsten Voraussetzung überhaupt nicht vorbei: SIE müssen zuerst einmal ganz genau wissen, was SIE aus welchen Gründen haben wollen.

Dass es bei den Rollläden für ein Haus drei grundlegende Varianten gibt, wissen Sie sicherlich.

  • Aufbau- oder Aufsatzrollladen
  • Einbaurollladen
  • Vorbaurollladen

Welche Variante am besten für Ihr Projekt geeignet ist, hängt vor allem vom gewählten Wandaufbau ab. Es sollte also geprüft werden, welche Variante sich am besten in das geplante Wandsystem integrieren lässt.

Auf einen ganz wesentlichen Punkt muss dabei bei ALLEN Varianten geachtet werden: Der Einbau muss in jedem Fall wärmebrückenfrei erfolgen. Optimal wären hier Rollläden, die ein Passivhauszertifikat haben.

Wie Sie nun den besten Preis für die schlussendlich gewählten Rollläden bekommen, ist relativ einfach gesagt: Sie müssen eine Ausschreibung machen und damit eine Preisanfrage an mehrere verschiedene Anbieter stellen. Wie das geht, lesen Sie bei Bedarf auf meiner Webseite nach:

15 Schritte zum Handwerkerauftrag

Übrigens: Die von Ihnen genannten Preise von Fertighausanbietern sind Richtwerte, die der Realität sehr nahe kommen. Allerdings NUR dann, wenn die Rollläden gleichzeitig mit dem Haus bestellt werden. Bei Baumeistern ist das ähnlich. Wenn Sie ein Bauunternehmen mit der Errichtung des Rohbaus beauftragen, können Sie auch hier mit diesen “Fertighaus-Preisen” rechnen. Wenn Sie das ganze bezugsfertig Haus errichten lassen, werden die Rollläden noch wesentlich günstiger sein, weil die Deckungsbeiträge der Firma in anderen Bereichen liegen.

Fazit: Die besten Marktpreise bekommen Sie nur dann, wenn Sie sich an folgende Vorgangsweise halten:

  • 1. Informationen von unabhängigen Beratern einholen
  • 2. Entscheiden, was SIE wollen
  • 3. Leistungsverzeichnis erstellen (lassen)
  • 4. Ausschreibung un Preisanfrage an mehrere Firmen
  • 5. Professioneller Preisvergleich
  • 6. Vergabe an Bestbieter (nicht Billigstbieter)

Im eigenen Interesse muss für diese Punkte IMMER Zeit sein.

Artikel-Quelle:

www.haus-selber-bauen.com/preis-fr-rolllden.html

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Zielgruppe Studienabbrecher

Mark Zuckerberg, Stefan Raab, Anke Engelke, alle haben es getan: Das Studium geschmissen. Studienabbrecher sind in bester Gesellschaft.

Ausbildung statt Studium: Unternehmen in der Region der IHK Rhein-Neckar suchen Leute, die Theorie mit viel Praxis verbinden wollen. Die IHK Rhein-Neckar bietet eine Plattform, auf der Studienabbrecher auf Unternehmen mit passenden freien Ausbildungsplätzen treffen können. In persönlichen Beratungsgesprächen mit der Zielgruppe werden zunächst durch die IHK Alternativen innerhalb der dualen Ausbildung aufgezeigt und der Kontakt zu potenziellen Ausbildungsbetrieben hergestellt. Interessierte Unternehmen können über die Ansprechpartnerin bei der IHK (s.a. “Ansprechpartner”) Kontakt zu den Ausbildungsplatzsuchenden aufnehmen. Studienabbrecher bringen häufig bereits umfangreiche Vorkenntnisse sowie Praxiserfahrungen mit und können aufgrund der Anrechnung von Vorbildung sowohl zu einem späteren Ausbildungsbeginn starten als auch die Ausbildungszeit wesentlich verkürzen. 

 

Homepage:

https://www.rhein-neckar.ihk24.de/standortpolitik/fachkraefte/Studienabbrecher/

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Akzeptanz von Studienabschlüssen: Bachelor bleibt „Karrieresackgasse“

Akzeptanz von Studienabschlüssen 

Die Große Koalition wollte Bachelor-AbsolventInnen den Weg in den höheren Dienst öffnen. Der Innenminister erklärt, diese seien dafür nicht qualifiziert.

Dies hat Innenminister Thomas de Maizière (CDU) der Süddeutschen Zeitung zufolge den stellvertretenden Fraktionschefs Hubertus Heil (SPD) und Michael Kretschmer (CDU) mitgeteilt. Von „hohen Leistungsstandards“ und der „bestmöglichen Personalauslese“ sei die Rede. Ausnahmen könne es allenfalls für Bachelor-AbsolventInnen mit Promotion geben. Der Koalitionsvertrag sieht hingegen vor, den Zugang zum höheren Dienst für AbsolventInnen „mit Promotion oder mehrjähriger beruflicher Erfahrung“ zu öffnen.BERLIN taz | Lange war der Bachelor-Abschluss als „Karrieresackgasse“ und „Schmalspurabschluss“ verschrien. Nun wollte die Große Koalition AbsolventInnen den Weg in den höheren Dienst öffnen. Doch das zuständige Bundesinnenministerium erklärt nun, solch eine „breite Absenkung des Qualifikationsniveaus“ stehe nicht zur Diskussion.

Bachelor und Master waren 2003 im Zuge der Bologna-Reform eingeführt worden. Diese sollte europaweit zu einer Harmonisierung von Studiengängen und -abschlüssen führen. Ein weiteres zentrales Ziel war die Förderung der „Employability“ – Studierende sollten kürzer und effizienter studieren, um schneller für den Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Im Londoner Kommuniqué von 2007 heißt es dazu, die Regierungen sollten sicherstellen, „dass Beschäftigung und Karrierestrukturen innerhalb des öffentlichen Dienstes voll kompatibel sind mit dem neuen Abschlusssystem“.

Laut Kultusministerkonferenz stellt der Bachelor „als erster berufsqualifizierender Abschluss den Regelabschluss dar und führt damit für die Mehrzahl der Studierenden zu einer ersten Berufseinmündung“. Voraussetzung für den gehobenen Dienst ist bisher die Hochschulreife, im höheren ein Master oder gleichwertiger Abschluss.

Der Verweis auf die fehlende Qualifikation könnte der Akzeptanz des Bachelors insgesamt schaden, fürchten ExpertInnen. „Die Ergebnisse unseres Bildungsmonitors zeigen, dass man in der privaten Wirtschaft mit einem Bachelor gute Entwicklungs- und Karrierechancen hat“, sagte Florian von Hennet, Sprecher der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. „Wer potenziellen Leistungsträgern die Einstiegs- und Aufstiegschancen unnötig einschränkt, schadet am Ende vor allem sich selbst“, sagte Hennet. „Das gilt für private Unternehmen genauso wie für den öffentlichen Dienst.“

Ähnlich argumentiert die Hochschulrektorenkonferenz. „Der Staat gibt damit ein Signal über den Wert des Bachelor-Abschlusses“, sagte deren Präsident Horst Hippler: „Als Bachelor wirst du in einer Schublade festsitzen, also strebe in jedem Fall den Master an.“ Als Folge werde die Nachfrage nach einem Masterstudium flächendeckend hoch bleiben.

Im Bildungsministerium wollte man sich mit Hinweis auf die laufende Ressortabstimmung nicht äußern.

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Lehrberufe – Instrumentenbau: Wo Tischlern, Akustik und Architektur zusammenkommen

Lehrlinge im Instrumentenbau benötigen Geduld, Liebe zum Detail und körperliche Belastbarkeit. Aber auch technisches und musikalisches Verständnis sind gefragt

Zither und Akkordeon erklingen im Treppenhaus, es duftet nach Holz, und im Klassenzimmer hängt eine Klaviatur an der Wand. Die Wiener Berufsschule für Holz, Klang, Farbe und Lack (BS HKFL) versammelt Lehrlinge elf verschiedener Lehrberufe unter einem Dach. Neben Herkömmlichem wie Tischlerei und Lackiertechnik werden hier auch Lehrgänge für Bildhauerei und Musikinstrumentenerzeugung angeboten.

Die Schüler und Schülerinnen der Klassen für Musikinstrumentenerzeugung (MUS) kommen aus ganz Österreich nach Wien, um ergänzend zur betrieblichen Ausbildung die Berufsschule zu besuchen. “Seit rund 50 Jahren hat sich der bundesweite Lehrgang für Instrumentenbau in Wien etabliert”, sagt der Fachlehrer und Orgelbaumeister Ulrich Riediger.

Heterogene Klassen

Seit 27 Jahren unterrichtet Riediger die MUS-Klassen in Fächern wie Akustik, Angewandte Mathematik, Angewandte Physik und Technologie. Spannend ist für ihn “die heterogene Zusammensetzung der Klassen”, betont er. “Die Schüler haben unterschiedliche Zugänge: von Pflichtschulabgängern über Maturanten, Personen, die schon einen anderen Beruf erlernt hatten, bis zu mitunter fertigen Akademikern ist alles dabei.” Ein Drittel der Instrumentenbaulehrlinge ist weiblich.

Von der Monarchie bis zum Zweiten Weltkrieg wurden in Wien Lehrlinge im Instrumentenbau ausgebildet. “Mit den Modellen aus dieser Zeit arbeiten wir heute noch”, sagt Riediger. Auf der gemeinsamen Stundentafel stehen auch Fächer wie Rechnungswesen, Politische Bildung und berufsbezogenes Englisch. Für die spezielle Instrumentenkunde, computergestütztes Fachzeichnen und das Praktikum in den Werkstätten werden die Schüler nach Lehrberufen aufgeteilt.

Orgelbau: Von Akustik bis Zimmereitechnik

“Das Besondere am Orgelbau ist, dass viele Berufe in einem zusammengefasst sind”, sagt Riediger. Techniken und Fertigkeiten aus (Kunst-)Tischlerei, Metallverarbeitung, Architektur, Elektronik und Akustik vereinen sich in einem Berufsbild. Ebenso kommen Design, Zimmerei- und Restauriertechniken zum Einsatz. “Der Orgelbau bietet eine universelle handwerkliche Ausbildung.” Geduld, Liebe zum Detail und körperliche Belastbarkeit, aber auch feinmotorische Fähigkeiten, technisches und musikalisches Verständnis sollten Orgelbaulehrlinge mitbringen. Am wichtigsten aber sei “das Interesse am Produkt”.

Martin Behringer bringt all das mit. Von Deutschland kam er nach Dornbirn, um in der Firma Rieger Orgelbau eine Lehre zu beginnen. Der Orgelbaulehrling schätzt das innovative Produkt und das attraktive Ausbildungsangebot. “Es ist sehr abwechslungsreich, und innerhalb des Berufs ist eine Spezialisierung möglich”, sagt Behringer. Er selbst spielt Klavier und Orgel, bei einem Kurs für Kirchenmusiker hat ihn “der Orgelbau gepackt”.

Besondere Bindung zum Blechblasinstrument

Ideale Voraussetzung für eine langjährige Berufskarriere. “Wenn jemand selbst spielt, besteht eine besondere Bindung zum Instrument. Das Verschmelzen von Hobby und Beruf bringt meist die besten Leute hervor”, sagt Johann Schnaubelt. Der Meister in Blechblasinstrumentenerzeugung unterrichtet seit 15 Jahren die jeweiligen Schüler in den MUS-Klassen.

Wichtig ist ihm, dass im Lehrgang “was Sinnvolles entsteht, etwas, das die Schüler und Schülerinnen zu Hause herzeigen können”. Seit seiner Jugend spielt Schnaubelt in einer Musikgruppe, der Einstieg in den Instrumentenbau verdankt sich einem Zufall: “Meine Trompete war kaputt, ich brachte sie zur Reparatur, und von da an wollte ich Blechblasinstrumentenerzeuger werden.” Für die Lehre im Musikhaus Votruba, wo er bis heute arbeitet, übersiedelte er 1989 nach Wien.

Mechanik ausbauen, reinigen und Teile erneuern – das Restaurieren von Holzblasinstrumenten macht Maria Wallmann, die selbst Saxofon und Flöte spielt, besondere Freude. Als Lehrling der Holzblasinstrumentenerzeugung arbeitet sie in der Holzbläserwerkstatt Andreas Stolz in Innsbruck. Wallmann ist glücklich in ihrem Beruf. “Du arbeitest mit den Händen und siehst am Ergebnis, was du geschafft hast”, sagt die Kapellmeisterin aus Tirol.

Instrumentenbaudynastie

Das macht für Lisa-Maria Schwarz das Besondere am Instrumentenbau aus: “Die Menschen haben Freude mit dem, was ich gemacht habe.” Schwarz lernt Harmonikamacherin bei Harmonika Müller und ist “mit dem Instrumentenbau groß geworden”. Seit 1679 stellt die Familie Schwarz in Molln in Oberösterreich Maultrommeln her, ihr Großvater begann vor mehr als 35 Jahren auch, Steirische Harmonikas zu bauen. Im Volksschulalter fing die Berufsschülerin an, Zither und Harmonika zu spielen. “Wenn du selbst spielst und baust, lernst du das Instrument von zwei unterschiedlichen Seiten kennen.”

Handwerk wie vor 300 Jahren

Das möchte auch Günther Meinhart. Er spielt Gitarre und arbeitet bei Fant Guitars in Faistenau in Salzburg. Lange schon hatte der gelernte Elektriker den Wunsch, “etwas Kreatives zu machen”. An der Streich- und Saiteninstrumentenbaulehre fasziniert ihn, dass “heute vieles so gemacht wird wie bereits vor 300 Jahren”.

Der Zugang zur Ausbildung war früher jedoch durch das Zunftwesen nördlich der Alpen, beispielsweise im Geigenbau, streng reglementiert, erklärt Matthias Bölli. Der Meister im Streich- und Saiteninstrumentenbau unterrichtet die jeweiligen Schüler in den MUS-Klassen und arbeitet für den Geigenhersteller Bölli & Münzberg in Wien. “Das Handwerk kann man üben. Wichtig ist, dass bei den Lehrlingen die Motivation und der Wunsch zu lernen bestehen.”

Millimeterarbeit im Klavierbau

Für Monika Schwarz war klar war, dass sie nach der Matura “was mit Musik” machen wollte. Sie lernt Klavierbau in der Bösendorfer-Klavierfabrik. Besonders gern verrichtet sie “die feinen Arbeiten. Zum Beispiel Mechanikeinstellen, Stimmen und Intonieren.”

Diese Millimeterarbeit gestaltet sich nicht immer einfach, “der Umgang mit Werkzeug war ungewohnt für mich, alles war so neu, aber sehr spannend”, erinnert sich Tamara Bruckner. Nach einem Arbeitsalltag in der Gastronomie begann sie eine Klavierbaulehre im Klavierhaus Langer in Klagenfurt. “Musik ist mein Hobby. Ich habe mich richtig entschieden.” Sie möchte auch andere zu einer Instrumentenbaulehre motivieren. Menschen, die neue Musikinstrumente bauen oder alte restaurieren, sagt sie, tragen dazu bei, “die Musik in die Welt zu bringen”.

Die Ethik des Unerreichbaren

Beim Bauen, Stimmen und Festlegen zahlreicher Details sind für Adam McCartney “sowohl Fragen der Ästhetik als auch der Ethik” von Bedeutung. Der aus Irland stammende Klavierbaulehrling hat bereits Komposition in Graz studiert. “Für den Beruf lernt man die objektive und statische Beschreibung eines dynamischen Phänomens – der Musik.” Die Idee des reinen Stimmens ist für McCartney “eine abstrakte Idee, die nicht verwirklichbar ist. Die Kunst liegt im Ergebnis des Versuchs, etwas Unerreichbares zu erreichen.” (Victoria Windtner, 9.11.2015)

Die Berufsschule für Holz, Klang, Farbe und Lack bildet in den Lehrberufen Klavier- und Cembalobau, Orgelbau, Harmonikamacher/-in, Blech- und Holzblasinstrumentenerzeugung und Streich- und Saiteninstrumentenbau aus. Organisiert wird der Unterricht in Lehrgängen zu je neun Wochen pro Lehrjahr. Bei den dreieinhalbjährigen Lehrberufen Klavier- und Orgelbau wird zusätzlich ein Lehrgang von vier Wochen abgehalten.

 

Original-Quelle:

text.derstandard.at/2000025015500/

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Votum über Anerkennung ausländischer Abschlüsse 

Der Deutsche Bundestag stimmt am Donnerstag, 12. November 2015, über einen Gesetzentwurf zur Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen (18/5326) ab. Mit dem Regierungsentwurf soll die Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 umgesetzt werden, nach der die Verfahren zur Anerkennung von Qualifikationen in reglementierten Berufen in der EU modernisiert und vereinfacht werden sollen. Die Debatte beginnt gegen 20.15 Uhr und dauert eine dreiviertel Stunde.

Die Debatte wird live im Parlamentsfernsehen, im Internet und auf mobilen Endgeräten übertragen.

Sachverständige lobten und kritisierten Entwurf

Deutliche Detailkritik hatte es an dem Entwurf sowie an dem Bericht zum Anerkennungsgesetz 2015 (18/5200) in einer Expertenanhörung am 30. September 2015 im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung gegeben, wenn auch die Experten grundsätzlich das Anerkennungsgesetz gelobt hatten. Auch deshalb hatten sich die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD zu einem Entschließungsantrag entschlossen, den sie ebenso wie die genannten Drucksachen in der Ausschusssitzung am 4. November 2015 zur Abstimmung gestellt hatten. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen votierte dagegen, Die Linke enthielt sich.

Darin begrüßten die Koalitionsfraktionen, dass sich die Bundesländer verpflichtet haben, die für die Anerkennung der ausländischen Bildungsabschlüsse zuständigen Stellen und die von den Ländern finanzierte Zentralstelle für das ausländische Bildungswesen angemessen auszustatten. Gleichwohl sollten die Bundesländer dazu angeregt werden, noch stärker für ein transparent nachvollziehbares und vergleichbares Anerkennungsverfahren Sorge zu tragen. Ferner soll die Bundesregierung zügig prüfen, inwieweit begleitende finanzielle Unterstützungsangebote für Nachqualifizierungsmaßnahmen in Ergänzung zu bestehenden Angeboten notwendig sind. Ferner sollen die Verfahrenskosten sozialverträglich ausgestattet werden.

Erhöhung der Anerkennung beruflicher Abschlüsse

Grundsätzlich sollen mit dem Anerkennungsgesetz die Verfahren zur Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen im Zuständigkeitsbereich des Bundes vereinfacht und für bisher nicht anspruchsberechtigte Zielgruppen geöffnet werden.

Doch viele Antragsteller hätten kaum Chancen auf Begleichung der Kosten, hatten die Fachleute gemahnt und würden deshalb keine Anerkennung ihrer Qualifikation erreichen. Auch müsse die Anerkennung beruflicher Abschlüsse erhöht werden, auch wenn kein formaler Abschluss vorliege aber Berufserfahrungen nachgewiesen werden könnten.

 

Entdeckt auf:

 

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2015/kw46-ak-berufsqualifikation/395144

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Ein Handwerk mit viel Bumms

Von der Haubitze aus dem 16. Jahrhundert bis zum Nachbau einer Vorderladerkanone aus dem Dreißigjährigen Krieg: Wer den Betrieb von Stephan Zimmermann im thüringischen Stadtroda aufsucht, hat einen besonderen Wunsch. Zimmermann ist Kanonengießer und hat sich auf den Nachbau von Kanonen, Mörser und Haubitzen nach historischem Vorbild spezialisiert. “Zu uns kommen Mitglieder von Kanonenvereinen und Museumsbetreiber aus Deutschland und der ganzen Welt. Alle wollen sich von uns ihre ganz individuelle Kanone bauen lassen”, erzählt Zimmermann.

Meistens haben die Kunden ganz genaue Vorstellungen von ihrer Kanone. Als Vorlage dienen Bilder, Fotos, historische Zeichnungen oder alte Kupferstiche. “Unsere Kanonen sind originalgetreue Nachbauten und von der Bauart und Qualität vergleichbar mit den historischen Originalen”, sagt Zimmermann. Manchmal soll er aber auch eine ganz neue Waffe entwerfen nach individuellen Wünschen und eigenem Familienwappen darauf. Das Kundengespräch ist daher wichtig. Hier klärt Zimmermann, aus welchem Jahrhundert die Kanone sein soll, ob sie in Originalgröße oder maßstabsgetreu verkleinert sein soll. Welches Material gewünscht ist und welche Verzierungen. Und natürlich muss auch geklärt werden, ob es ein Kanonenrohr und eine Lafette, das heißt einen Unterbau, dazu geben soll. “Abhängig vom ursprünglichen Einsatzort des Geschützes sowie der Epoche bauen wir zum Geschützrohr auch die passende Lafette, beispielsweise Kasemattenlafetten, Blocklafetten oder Burgunderlafetten”, sagt der Kanonengießer nicht ohne Stolz.

 

Bevor es an die eigentliche Umsetzung geht, werden detaillierte technische Zeichnungen angefertigt. Anhand dieser baut Zimmermann zunächst ein präzises Holzmodell vom späteren Kanonenrohr. Auf Detailtreue legt er Wert – die Holzform dient zur Herstellung der eigentlichen Gussform, die aus einem speziellen Sand hergestellt wird. Das Kaliber, das ist die Größe des Schusskanals in dem Kanonenrohr, legt Zimmermann mit einem Metallrohr fest, das an entsprechender Stelle längs in der Mitte der Holzform platziert wird.

Der Sand, der zur Herstellung der Negativform des Kanonenrohres verwendet wird, ist mit einem speziellen Bindemittel versehen und härtet schnell aus. In die Form wird später das flüssige Metall, entweder Bronze oder Eisen, gegossen. “Flüssiges Eisen ist bis zu 1.300 Grad Celsius heiß. Bis ein Kanonenrohr aus Eisen vollständig abgekühlt ist, dauert es ein bis drei Tage, Bronze muss sogar, je nach Größe des Rohres, fünf bis sechs Tage abkühlen”, sagt Zimmermann. Abschließend wird jede gefertigte Kanone einem intensiven Test unterzogen. Dazu macht Zimmermann nach jedem Guss einen Materialtest. Gibt es Hohlstellen im Guss? Hält das Material einem Abschuss stand? Darüber hinaus werden Haltbarkeit und Schusstauglichkeit zusätzlich auch vom Amt für Materialwesen überprüft.  

Die von Hand gebauten Geschütze haben ihren Preis: Von wenigen Hundert Euro für ein maßstabsgetreues Modell bis zu fast 70.000 Euro für ein aufwendig verziertes Bronzerohr inklusive beschlagener Lafette aus Eschenholz werden für die eigene Kanone fällig. 

 

Kanonengießer brauchen technisches Verständnis sowie umfangreiche Kenntnisse im Bereich der Metallproduktion und -bearbeitung. Sie müssen körperlich robust sein und fit in Geschichte. Eine Ausbildung wird in Deutschland nicht angeboten. Zimmermann hat sein Wissen durch intensives Studium von Fachliteratur und seine Arbeit in einer Gießerei erworben. Den Großteil hat er sich durch Learning-by-doing beigebracht. Damit er überhaupt Schusswaffen herstellen darf, war außerdem eine Fachkundeprüfung in der Waffenschule in Suhl nötig. Nur wer sie besteht, ist als eingetragener Hersteller für den Bau von Geschützen befähigt und bevollmächtigt.

Jobs als angestellte Kanonengießer gibt es allerdings kaum. Zwar fertigt Zimmermann in seinem Betrieb mehrere Dutzend Kanonenrohre und komplette Geschütze im Jahr. Er beschäftigt aber keine weiteren Angestellten. “Der Bedarf ist überschaubar, bundesweit weiß ich nur von zwei weiteren Kanonengießern”, erzählt er. Trotzdem findet er den Beruf großartig. “Jeder Auftrag ist ein Unikat und ich übe einen fast einzigartigen Beruf aus. Wer kann das schon von sich behaupten?”

  •  Gehalt: Abhängig von der Auftragslage
  • Arbeitszeit: Abhängig von der Auftragslage
  • Ausbildung: Keine Ausbildung im klassischen Sinne möglich, Vorkenntnisse aus einem metallverarbeitenden Beruf von Vorteil

 

Erstmals erschienen auf:

www.zeit.de/karriere/

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Lehrermangel: Berlin, Oktoberfest, Schlager

Die deutsche Sprache hatte in den Niederlanden lange keinen guten Ruf. Auch deswegen werden nun die Deutschlehrer knapp.

 

Schule, Ferienjobs, Urlaub – die Neuntklässler im Deutschunterricht sollen heute einen Text über sich selbst schreiben. Die Lehrerin verteilt Arbeitsblätter mit Fragen. Sie sollen bei der Aufgabe helfen. “Arbeitet zu zweit”, ruft sie in die Klasse. “Ich komme rum und helfe.” Die Schule ist ein Gymnasium in der südniederländischen Stadt Breda. Und die Lehrerin heißt Katharina Golke, ist 34 Jahre alt und eine heiß begehrte Nachwuchslehrkraft. Neben Englisch ist Deutsch die wichtigste Fremdsprache an niederländischen Schulen und zwei Jahre lang Pflicht. Den Unterricht anzubieten fällt vielen Schulen allerdings zunehmend schwerer: Es mangelt an Lehrkräften.

Ein spezielles Programm der niederländischen Regierung will das beheben. “Vom Assistenten zum Deutschlehrer” heißt die Idee des Bildungsministeriums. Innerhalb von zwei Jahren schult man deutsche Muttersprachler zu Lehrkräften. Im ersten Jahr bekommen sie ein Stipendium, im zweiten arbeiten sie dann schon an einer Schule. Katharina Golke ist eine der Teilnehmerinnen in diesem Jahr. Sie hat in Aachen Literatur und Soziologie studiert und danach Deutsch als Fremdsprache unterrichtet.

Deutsch hat im Nachbarland einen miserablen Ruf – aber dennoch lernen es viele Schüler

Die ersten Monate waren hart, erinnert sie sich, vor allem wegen der Sprache. Niederländisch ist nicht – wie oft angenommen – ein deutscher Dialekt, den man problemlos verstehen kann. Zwar gibt es Ähnlichkeiten, doch die erschweren es Deutschen eher, gut Niederländisch zu sprechen. Vier Wochen Sprachkurs mussten für Golke reichen.

 

“Wir haben gedacht, wir schaffen das nie”, sagt sie. “Wir”, das sind die anderen aus dem Programm und ganz besonders ihre Kollegin Anne Hoegen, die zweite Nachwuchslehrerin an der Schule in Breda. Anne Hoegen ist 30 Jahre alt, Quereinsteigerin wie Golke. Sie hat Germanistik, Anglistik und Komparatistik studiert. In die Niederlande hat es sie gezogen, weil ihr Freund dort wohnt. Neben der Arbeit in der Schule besuchen die beiden alle zwei Wochen Seminare an der Universität Leiden. “Oft können wir das, was wir am Montag theoretisch lernen gleich am Dienstag anwenden”, sagt Anne Hoegen.

Und der Grund für den Deutschlehrermangel? Synke Hotje von der Stiftung EP-Nuffic, die das Programm für das Ministeriums umsetzt, weiß, dass nur wenige junge Niederländer Germanistik studieren. “Und von den wenigen macht nur ein Bruchteil noch die Lehrerausbildung im Anschluss”, sagt sie. “Deutsch ist kein Lieblingsfach.” Laut Actiegroep Duits (Aktionsgruppe Deutsch), die in den Niederlanden für das Fach wirbt, waren 2013 gerade mal 269 Studierende landesweit in Germanistik eingeschrieben. Allein an der Uni Münster gab es zur gleichen Zeit 430 Studierende der Niederländischen Philologie. Zusätzlich zum ausbleibenden Nachwuchs werden in den nächsten Jahren viele ältere Lehrkräfte in Rente gehen. Dann müssen auch deren Stellen besetzt werden. Gelingt das nicht, können viele Schulen künftig kein Deutsch mehr anbieten.

Das Problem wurde nicht so angegangen, weil die Zahl der Deutsch-Schüler eigentlich rückläufig ist: 1995 waren es 540 000, im Jahr 2015 dann 380 000. Eine Reform des Unterrichts führte in den Neunzigern dazu, dass die Jugendlichen neben Deutsch andere Fremdsprachen wählen konnten. Also entschieden sich viele gegen Deutsch. Denn: Deutsch hat in den Niederlanden einen miserablen Ruf. Das hat der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg zu tun. Vorbehalte und Klischees werden in den Familien oft immer noch an die Jüngeren weitergegeben. Dazu kommt, dass man sich in den Niederlanden kulturell stark an Großbritannien orientiert.

Zuletzt hat es sich die Lage allerdings ein wenig geändert. Katharina Golke und Anne Hoegen stellen das an ihrer Schule fest: “Deutschland und vor allem Berlin sind jetzt populär”, sagt Golke. “Die Jugendlichen finden Berlin sehr hip und wollen alle auf Klassenfahrt dahin.” So richtig merkt man die Liebe zur Sprache des Nachbarlandes in ihrem Unterricht nicht. Viele Schüler unterhalten sich oder tippen auf ihren Telefonen herum. Sich durchzusetzen fällt Quereinsteigerin Golke noch schwer, entmutigen lässt sie sich dadurch nicht.

Synke Hotje von der zuständigen Stiftung setzte auch auf einen Imagewandel des Deutschen. “Es wird als langweilig empfunden”, sagt die Expertin, “als schwierig und nicht so attraktiv.” Vor allem wegen der komplizierten Grammatik – “und viele ältere Lehrer unterrichten immer noch sehr viel Grammatik und nicht das, was die Schüler anspricht”. Hotje hofft, dass die neue Generation von Deutschlehrern das Fach aufpeppt, etwa mit mehr Bezug zum modernen Deutschland. Sonderlich viel wissen die Jugendlichen in den Niederlanden nicht über den Nachbarn. “Berlin, Oktoberfest, Helene Fischer”, sagt Lehrerin Hoegen, die aber auch von einigen Jugendlichen erzählt, die sich sehr für Deutschland interessieren. “Und wir erwähnen oft, dass Deutsch für später wichtig sein kann.” Schließlich ist die Bundesrepublik wichtiger Handelspartner der Niederlande.

 

externer Link zum Artikel:

www.sueddeutsche.de/bildung/lehrermangel-berlin-oktoberfest-schlager-1.2616036

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Die Lüge vom Richtigen

Mr. Right, wo versteckst du dich? Viele Frauen suchen verzweifelt ihren Traummann. Dabei ist schon der Versuch, den Richtigen zu finden, der falsche Weg zum Liebesglück.

 

Es gibt gefühlt hunderte Regalmeter mit Liebes-Ratgebern. Sie tragen Titel wie “Von der Kunst, den Richtigen zu finden” oder “Dieses Mal klappt es aber wirklich – echt jetzt: Wie sie Mr. Right erobern und halten” (ok, der war erfunden). Frauen lesen diese Bücher.

Warum? Weil sich von Kleinmädchenzeiten an ein Gedanke tief ins kollektive Frauen-Bewusstsein eingebrannt hat: Dass er irgendwo da draußen ist. Unter all den Bindungsphobikern, Womanizern, Fröschen und Machos. Der eine Mann, der nur für uns geschaffen ist. Der Einzige. Der Richtige.

Das Versprechen: Wer ihn findet, wird glücklich. Für immer selbstredend – mit weniger geben wir selbstbewussten, emanzipierten Frauen von heute uns nicht zufrieden. Die Idee vom Richtigen unterstellt ganz nebenbei, dass man alle Verantwortung für sein Liebesglück abgeben kann. Wenn es nicht klappt, war es halt einfach der Falsche.

Auch der Richtige ist kein perfekter Mensch

Interessanterweise kann aus einem anfangs Richtigen ganz schnell der Falsche werden. Denn auf die Hochphase der Verliebtheit folgt irgendwann zwangsläufig die Desillusionierung. Eine schmerzhafte Zeit, wenn man erkennen muss: Dem Anderen wachsen auf dem Rücken überraschenderweise doch Haare statt Engelsschwingen. Er geht unverschämterweise auch eigenen Interessen nach. Man hat ihn sogar schon einmal mies gelaunt erlebt, verdammt!

Jetzt zeigt es sich, ob wir uns nur in ein idealisiertes Bild vom Anderen verliebt haben oder ob wir akzeptieren, dass auch der Richtige kein perfekter Mensch ist.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei die erste “Liebesbeziehung” unseres Lebens – die zu unseren Eltern, so die Paartherapeutin Sandra Konrad in ihrem neuen Buch “Liebe machen – Wie Beziehungen wirklich gelingen”. Heißt: Wir fühlen uns zu Typen hingezogen, die so humorvoll sind wie unser Vater. Aber auch andersherum wirkt diese Projektion. Er sollte auf keinen Fall so herrisch sein wie unsere Mutter.

Zu hohe Erwartungen

All diese Dinge sind uns nicht bewusst. Dennoch können sie weitreichende Folgen haben, denn: “Wir versuchen unser Leben lang, alte Wunden zu versorgen – und das gelingt nur mit Menschen, die an ihnen rühren”, so Sandra Konrad. Kurz gesagt: Was man von Vater und Mutter nicht genug bekam, soll dann der Traummann ausbügeln. “Wir hoffen auf ein Happy End” – mit dem Richtigen.

Das Ergebnis ist bekannt: Viele Frauen stecken in einer nicht enden wollenden Wiederholungsschleife von Ver- und Entlieben. Sie werden zu so genannten seriellen Monogamisten. Bei jedem neuen Mann hoffen sie, dass es dieses Mal der Richtige ist.

Paartherapeutin Konrad hat darauf eine so einfache wie überzeugende Antwort: Den einen Richtigen gibt es nicht, es gibt viele potentiell Richtige. “Idealerweise können wir mit unserem Partner wachsen”, sagt Sandra Konrad. Das heißt auch: Ihm Schwächen zugestehen und ihn nicht zu einem unrealistischen Traummann idealisieren, der in jeder Situation immer alles richtig macht.

 

Zur Internetseite:

www.brigitte.de/liebe/beziehung/luege-vom-richtigen-1248354/

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Kiel: Falsche Lehrerin steht wegen Betrugs vor Gericht

  • Eine Frau arbeitet mehr als zwei Jahrzehnte als Lehrerin, wird sogar verbeamtet – alles dank gefälschter Zeugnisse.
  • Nun steht die 50-Jährige vor Gericht, ihr wird Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen.
  • Bei einer Verurteilung droht der Frau eine Haftstrafe. Mehrere Bundesländer fordern bereits Rückzahlungen unrechtmäßig erhaltener Bezüge in sechstelliger Höhe von ihr.

Vermutliche Hochstaplerin steht in Kiel vor Gericht

Eine ehemalige Beamtin, die nach der Wiedervereinigung als falsche Lehrerin etwa zwei Jahrzehnte in mehreren Bundesländern unterrichtet haben soll, muss sich seit Mittwoch vor dem Kieler Amtsgericht verantworten. Die Anklage wirft der alleinstehenden Mutter Betrug und Urkundenfälschung vor. Demnach erschlich sich die Frau mit gefälschten Papieren Lehrer-Anstellungen und Verbeamtung. Nach Angaben ihrer Verteidigerin will sich die 50-jährige Angeklagte aus Wismar erstmals zu den Vorwürfen äußern. “Wenn etwas dran ist, will sie reinen Tisch machen”, sagte die Verteidigerin.

Das Gericht will an drei Verhandlungstagen mehrere Zeugen hören. Zum Prozessauftakt ist auch der Schulleiter aus Mölln als Zeuge geladen, durch dessen Initiative sie aufgeflogen war. Außerdem wird ein psychiatrischer Gutachter zur Frage der Schuldfähigkeit der Frau Stellung nehmen. Das Urteil wird Mitte Juni erwartet. Bei einer Verurteilung droht ihr eine Haftstrafe.

Trotz Ermittlungen gegen sie fand die Frau eine neue Stelle

Der neue Direktor am Möllner Gymnasium hatte 2010 die Schulaufsicht eingeschaltet. Er war wegen der mangelnden Leistungen der Frau misstrauisch geworden, die im Widerspruch zu ihren angeblich guten Abschlüssen standen. Die Kieler Staatsanwaltschaft begann zu ermitteln. Ende 2012 wurde die Angeklagte suspendiert, Anfang 2013 wurde die Ernennung zur Beamtin zurückgenommen.

Schule Das mussten bayerische Abiturienten 2015 wissen

Die schriftlichen Abiturprüfungen gingen in Bayern am Freitag zu Ende. Lesen Sie hier, was die Schüler wissen mussten – von Mathematik über Geschichte bis Kunst.

Doch trotz der öffentlich erhobenen Vorwürfe und Ermittlungen gelang es der Frau, in den Schuldienst nach Mecklenburg-Vorpommern zu wechseln. Dort soll sie 2013 an zwei Schulen bei Schwerin unterrichtet haben. Erst durch einen Hinweis der Ermittler an die Schulbehörden wurden auch dort Überprüfungen in Gang gesetzt. Sie soll daraufhin einen Auflösungsvertrag unterschrieben haben.

Aus DDR-Staatsbürgerkunde wird Sozialkunde

Ihr Lehrer-Diplom soll die 50-Jährige 1990 erworben haben – in den Fächern Deutsch und der als Propagandafach geltenden DDR-Staatsbürgerkunde. Um nach Wende und Wiedervereinigung als Lehrerin übernommen zu werden, soll sie daraus Sozialkunde gemacht haben. Zudem fälschte sie laut Anklage ihre Staatsexamina. Erstmals soll sie 1991, da war sie Mitte 20, in Wolgast in Vorpommern unterrichtet haben. Medienberichten zufolge fielen angeblich dort bereits Unstimmigkeiten in ihren Papieren auf. Sie sei deswegen 1995 in den Schuldienst nach Brandenburg gewechselt, dann nach Berlin, wo sie auch verbeamtet wurde.

Die Angeklagte, die nach Angaben ihrer Verteidigerin über kein eigenes Einkommen verfügt, sieht sich hohen Rückzahlungsforderungen gegenüber. Das Land Schleswig-Holstein verlangt nach Angaben des Bildungsministeriums seit Ende 2013 die Rückzahlung der Beamtenbezüge. Die Besoldung seit dem 1. August 2008 sei ohne Rechtsgrundlage erfolgt. Bisher gebe es aber noch keinen Zahlungseingang, sagte eine Sprecherin. Nach Medienberichten fordert das Land etwa 200 000 Euro zurück. Auch andere Bundesländer sollen zu Unrecht gezahlte Bezüge wieder einfordern – angeblich insgesamt weitere 80 000 Euro.

Linktipp: Die Kollegen von Zeit Online haben den kompletten Werdegang der angeklagten Frau nachvollzogen.

 

Zur Anbieter-Website:

www.sueddeutsche.de

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Studenten-Spezial: Studium ohne Abitur? Nur zu!

Um studieren zu dürfen, kann man das Abitur immer häufiger streichen.

Studieren ohne Abitur oder Fachabitur? Natürlich geht das. Mehr noch: Die wesentlichen Zahlen auf diesem Gebiet steigen durchweg, wie das „Centrum für Hochschulentwicklung“ (CHE) aus Gütersloh ermittelt hat. Auch ohne Uni-Eintrittsschein – formal: schulische Hochschulzugangsberechtigung – fänden immer mehr Menschen einen Weg zu akademischer Bildung, die vom Statistischen Bundesamt ermittelten 45.900 Studenten ohne Abitur für das Jahr 2013 seien jedenfalls ein Rekordwert.

 

Alles in allem habe sich diese Zahl seit dem Jahr 2007 nahezu verdreifacht, und auch der Anteil an der Gesamtzahl deutscher Studenten von knapp 1,8 Prozent sei noch nie so hoch gewesen. Was die Zahl der Studienanfänger und Absolventen betrifft, ergibt sich das gleiche Bild: 13.200 Novizen im Referenzjahr seien ein bislang unerreichter Wert. Und 4400 Hochschulabschlüsse bedeuteten, dass einer von hundert Absolventen in Deutschland ein Student ohne Abitur oder Fachhochschulreife gewesen sei.

Lieferten die Statistiker die Zahlen, so nannte das CHE auch einige Leuchttürme dieses dritten Bildungsweges, der ja seit langem die Kluft zwischen beruflicher und akademischer Bildung verkleinern soll. Das sind jene Hochschulen, die bei den Anfängerzahlen auf dreistellige Werte kommen – also zum Beispiel die Hochschule für Oekonomie und Management in Essen (943), die Steinbeis-Hochschule Berlin (533), die Diploma Hochschule Nordhessen (508), die Fachhochschule Südwestfalen (364), die HFH Hamburger Fern-Hochschule (303), die Duale Hochschule Baden-Württemberg (269), die Universität Hamburg (254), die Hochschule Koblenz (224), die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (184), die Fernhochschule Darmstadt (154), die Europäische Fernhochschule Hamburg (153), die Hochschule Wismar (118) und die Universität Mainz (108).

Mehr zum Thema

Gewissermaßen außer Konkurrenz lief die Fernuniversität Hagen, die mit mehr als 2600 Anfängern ohne Hochschulzugangsberechtigung unerreicht ist – wie in den Jahren zuvor schon, sei das sogenannte Long-Distance-Learning doch unverändert attraktiv. Es gebe aber längst in allen Bundesländern und auf jeder Form der Hochschule Studienangebote, mehr als 6000 in ganz Deutschland. Die Möglichkeiten hätten sich seit dem Jahr 2009 deutlich verbessert. Wer die Voraussetzungen für eine Zulassung mitbringt – mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie Berufserfahrung -, hat also die Wahl.

Wie sie meistens ausfällt, ist inzwischen auch bekannt: 57 Prozent der Anfänger entschieden sich für eine Fachhochschule, 42 Prozent für eine Universität, 1 Prozent begann, an einer Kunst- oder Musikhochschule zu studieren. Noch bunter ging es bei den Studiengängen der Erstsemester zu. 46 Prozent landeten bei den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, 16 Prozent bei Sprach- und Kulturwissenschaften, 15 Prozent bei Ingenieurwissenschaften, 10 bei Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften, 10 Prozent bei Mathematik- und Naturwissenschaften.ögliche Quellen: Mama und Papa, ein Nebenjob, das Bafög oder eine Bank. Da heißt es, gut jonglieren und knapp kalkulieren. 

 

Artikel-Quelle:

www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/

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Schule in Frankreich: Sprachlose Freunde

Per Bildungsreform ruiniert die sozialistische Regierung den Deutschunterricht an Frankreichs Mittelschulen. Ein Rückschlag für die deutsch-französische Freundschaft.

Kommentar von Christian Wernicke

Es hat viele Ursachen, dass Deutsche und Franzosen einander nicht immer begreifen. Ein Grund für manches Missverständnis ist der übertriebene Respekt vor der Sprache des anderen: Man würdigt das Idiom des Nachbarn als hohes Kulturgut – nur lieben tut man es nicht. Die Sprache des jeweiligen Erz-Freundes macht vielen Angst: Die einen schreckt die Grammatik, die anderen hadern mit dem harten respektive weichen Klang. Französisch wie Deutsch gelten als schwer, ja als elitär. Lieber lernt man Englisch. Oder Spanisch.

In Frankreich lässt sich nun die Politik von diesem Zerrbild leiten. Im Rahmen einer Bildungsreform will die sozialistische Regierung an den Mittelschulen jene zweisprachigen Klassen und Europa-Sektionen abschaffen, die das Rückgrat fast allen Deutschunterrichts bilden. Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem betrachtet Spezialkurse als Bastionen für Kinder aus privilegiertem Haus und will sie, im Namen der Gleichheit, abschaffen.

Kein Argument scheint zur Frau Ministerin durchzudringen. Praktiker verweisen auf Erfahrungen, dass die zweisprachigen Schulformen auch Kinder aus benachteiligten Banlieues voranbringen. Experten mahnen, ein Ruin des Deutschen an den Schulen der Republik werde – per Flucht auf private Lehranstalten – die Ungleichheit verschärfen. Für die deutsch-französische Freundschaft ist diese Reform allemal ein Rückschlag.

Französischunterricht in der Schule “Wir müssen Schüler anfixen”

Irgendwie nicht sexy, außerdem ernst und schwierig: Das schlechte Image ist nur einer der Gründe, wieso die Lust an der französischen Sprache bei Deutschlands Schülern stetig nachlässt.

 

Adresse der Quelle:

http://www.sueddeutsche.de/bildung/

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Älteres iPhone für die Tochter, aber bitte mit neuem Akku!

Bei der täglichen Organisation im Familienleben gibt es fast täglich Probleme zu lösen, zu trösten oder Termine zu managen. Ein ganz großes Thema ist bei uns wie bei so vielen anderen Familien Computer und Smartphones. Durch die immer 2 Jahre laufenden Verträge mit einem Telekommunikationsunternehmen bekommt man alle 2 Jahre ein neues Smartphone, wenn man will. Und irgendwie macht man es halt dann, weil man will ja auf dem neuesten Stand bleiben.

Dieser Fall ist kürzlich in unserer Familie eingetreten. Der Vertrag meines Mannes lief aus und er verlängerte ihn um 2 weitere Jahre und bestellte sich ein iphone 6 dazu. Nun hatte er allerdings noch das iPhone 5, nur 2 Jahre alt. Wir überlegten, ob wir es verkaufen sollten, die Gebrauchtpreise für relativ aktuelle iphones sind erstaunlich hoch. Auf der anderen Seite berichtete unsere 10-jährige Tochter, dass fast alle Klassenkameraden ein Smartphone besitzen würden und sie mit dem alten Samsung Galaxy mini schon ziemlich eingeschränkt sei. Ich verstand nicht wirklich, warum jetzt eine 10-jährige unbedingt ein relativ aktuelles Smartphone braucht, mein Mann hatte da mehr Verständnis, na ja, es ist auch das Nesthäkchen und die einzige Tochter. Nun denn, wir entschieden, dass sie also das ausgemusterte iPhone 5 meines Mannes bekommen sollte. So geschah es dann auch. Als das neue iPhone 6 eingetroffen war, bekam sie das alte Handy meines Mannes. Zuerst war die Freude groß, allerdings wurde diese ein wenig eingetrübt, als sie feststellen musste, dass der Akku des iPhones 5 schon ziemlich schwach war. Meinem Mann fiel das nie auf, weil er ständig eine Lademöglichkeit hat, im Büro, im Auto und natürlich zuhause. Wenn meine Tochter aber den ganzen Nachmittag (in die Schule darf das Handy nicht mitgenommen werden) draußen damit rumspielt, ohne laden zu können, geht dem iPhone ziemlich schnell der Saft aus.
Das konnten auch wir nicht ignorieren, wir hatten auch ein Interesse daran, dass ihr Handy dann auch im Notfall funktioniert. Also musste ein neuer Akku her. Beim iPhone ist es natürlich nicht mehr so, wie bei alten Nokia Handys, dass man den Akku so ohne Weiteres entnehmen und tauschen kann. Da musste ein Fachmann für Smartphones ran, der auch das notwendige Werkzeug hatte, um die Spezialschrauben beim iPhone zu lösen. Diesen fanden wir in Berlin Prenzlauer Berg und der Preis war niedriger, als wir befürchtet hatten. Für 45,00€ inkl. Akku baute uns der nette Servicemann einen neuen Original-Akku ein, ein wirklich fairer Preis. Jetzt wissen wir für die Zukunft, an wen wir uns wenden können, wenn es um die Reparatur eines unserer Smartphones geht und das Töchterchen ist auch glücklich, was will man mehr?

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Sport und Fitness für Kinder sehr wichtig

Nichts bringt unseren Organismus mehr in Schwung als Bewegung in Form von Sport und gerade für Kinder ist Sport besonders wichtig, um Folgeschäden wie Übergewicht, Haltungsschwächen, Diabetes oder auch Herz-Kreislauf-Krankheiten entgegenzuwirken.

 

Sport und Fitness für Kinder sehr wichtig

 

Der Bewegungsapparat lässt sich besonders in Zeiten von Playstation und Internetflatrates nur schwer anschmeißen. Leider sind viele Erwachsene kein gutes Vorbild für ihre Kinder und machen es sich sehr einfach. Warum sollte das Kind Freude an Bewegung haben und sportlich aktiv werden, wenn der Erwachsene selbst kurze Strecken mit dem Auto fährt oder im Kaufhaus den Aufzug statt der Treppe benutzt?

 

Sport und Fitness als Ausgleich für Kinder

Sport und Fitness für Kinder – Fußball spielen macht Spaß

Sport fördert nicht nur die Fitness, sondern es ist erwiesen, dass sportliche Kinder auch geistig auf einem höheren Level schweben als Sportmuffel. Gehen Sie mit Ihren Kindern raus, lassen Sie sie toben und die Welt entdecken. Kinder besitzen einen natürlichen Entdeckungsdrang welcher sich hervorragend dazu eignet um sportlich aktiv zu sein. Ängstliche Eltern die Verletzungen schon vorher herbei ahnen sind hier eindeutig fehl am Platz, denn so behindern Sie die Kinder in ihrer Bewegungsfreiheit. Ohnehin passieren die meisten Unfälle im Haushalt durch Unachtsamkeit des Kindes. Sport kann natürlich auch mal ein Kratzer oder eine blutende Nase mit sich bringen. Wichtig dabei ist, dass das Kind daraus gelernt hat.

Sportunterricht in der Schule reicht bei weitem nicht aus um aufgestaute Energie loszuwerden. Sportgemeinschaften können schon relativ günstig wahrgenommen werden, egal ob Judo, Fußball, Tanzen oder Schwimmen. Das Kind lernt mit Niederlagen umzugehen und schüttet bei Siegen Glückshormone aus. Modern sind Spielekonsolen die zum Bewegen animieren sollen. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass der Fußball aus Leder besteht, der frisch gemähte Rasen zum Spielen animiert oder man beim Tennis enorme Laufarbeit leisten muss.
Empfehlenswert ist es, wenn Kinder so früh wie möglich am Kinderturnen teilnehmen, denn dadurch entdecken sie vielleicht von klein auf ihre Freude am Sport.

 

Erstmals erschienen auf:

http://www.vorname.com/ratgeber/

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Bewegung mit und für Kinder

Kinder brauchen Bewegung und warum Bewegung für Kinder so wichtig ist!
Immer wieder kommen in den Medien und auch in medizinischen Fachzeitschriften Diskussionen um das Thema Übergewicht auch bei Kindern auf. Das dies längst nicht mehr nur ein Problem der USA ist, wird anhand diverser Statistiken deutlich. In Deutschland sind viele Kinder zu dick und neigen zu starkem Übergewicht.

Dass hier die Eltern Einhalt gebieten müssen, ist also ein Fakt, der sich nicht von der Hand weisen lässt. Kinder sind brutal in ihrem Verhalten und ihrer Ehrlichkeit anderen gegenüber. Daher ist es sinnvoll, einzugreifen, bevor ein Kind im Kindergarten oder in der Schule gehänselt wird oder sogar unter Mobbing zu leiden hat und ausgeschlossen wird.

Bewegung mit und für Kinder – Sportliche Aktivitäten

Kinder bewegen sich gern und viel. Dies kann schon zu Hause mit einem Ball, einem Sprungseil oder bei Spaziergängen erreicht werden. Es gibt allerdings auch in vielen Großstädten und Gemeinden die Möglichkeit, Kinder im Sportverein z. B. zum Kinderturnen, Fußball, Handball, Leichtathletik, etc. anzumelden. Natürlich bringt es nichts, wenn man versucht das Kind zu seinem Glück zu zwingen. Der Drang zur Bewegung muss vom Kind ausgehen. Als Eltern kann man jedoch einen wesentlichen Beitrag leisten, indem man mit seinem Kind / seinen Kindern raus geht zum Fahrrad fahren, Wandern, Schwimmen,… oder einen schönen Spaziergang mit Picknick macht, statt ständig den Fernseher laufen zu lassen oder das Kind / die Kinder vor ein Computerspiel zu setzen.

Bewegung für Kinder – Sportvereine & Sportkurse

Wenn man mit einem Kind spricht, wird es nicken und sich je nach Alter die Worte der Eltern mehr oder weniger annehmen. In Kindermannschaften, wie etwa beim Fußball oder auch beim Schwimmen, lernen Kinder, sich mit anderen Kindern zu bewegen, mit ihnen zu spielen und Spaß zu haben. So etwas muss nicht immer wahnsinnig teuer sein. Zudem gibt es Sportkurse, die als Prävention von den Krankenkassen empfohlen und teilweise oder gar vollständig gefördert und finanziert werden. Hier ist das Kind in den richtigen Händen. Unter fachkundiger Anleitung lernt es hier, wie es sich bewegen muss und kann. Es erkennt, welche Fähigkeiten es hat und wie flink und agil es ist. Auch eine kleine Belohnung, wie etwa ein lobendes Wort oder eine Medaille fördern den Drang sich zu bewegen. Das Kind erfährt, dass es etwas Positives erreicht.

Zu viel ist auch nicht gut

Viele Kinder neigen aufgrund ihres Übergewichtes dazu, schnell mal eine Diät und gleichzeitig viel Sport und Fitness zu machen. Vor allem, wenn sie in einem Alter sind, in dem sie die ersten Vorbilder entdecken, müssen die Eltern vorsichtig sein. Übergewicht bei Kindern ist das eine Problem, das nächste sind Essstörungen und Magersucht.

Artikel-Quelle:

www.vorname.com

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Immobilienmakler (IHK)

Der Zertifikatslehrgang gliedert sich in vier Module:

Modul 1: Basisseminar für Immobilienmakler

Zielgruppe:

Alle, die beabsichtigen sich als Immobilienmakler selbstständig zu machen oder bereits selbstständig sind und ihre Fachkenntnisse vertiefen möchten. Insbesondere Quereinsteiger aus Versicherungen, Bausparkassen, Banken, Architekten, Bauträger mit Trend zum eigenen Vertrieb aber auch absolute Branchenneulinge.

Kursziel:

Der An- und Verkauf von Immobilien ist kein Geschäft des täglichen Lebens. Sowohl Kauf und Verkauf, als auch Vermittlung und Bewertung von Immobilien sind komplexe Vorgänge. Diese verlangen neben Erfahrung ein hohes Maß an Flexibilität und Fachwissen. Die Kursteilnehmer erleben hautnah „Makeln aus der Praxis für die Praxis“ und erhalten einen Überblick über Umfang und Ablauf des Makelns von „A“ der Akquise über das richtige Marketing (Print und online) bis „Z“ dem zufriedenen Kunden. Praxisnahe Seminarinhalte sind gewährleistet.

Kursinhalt:

  • Berufsbild, Entwicklung und heutiger Stellenwert des Immobilienmaklers
  • Aufgabenbereiche des Maklers (MaBV)
  • Berufsausübungsvoraussetzungen, Regelung des § 34 c GeWO
  • Inhalt des Maklerkoffers
  • Das Exposé (Print, online)
  • Objekteinkauf, Akquise
  • Telefontraining
  • Maklerverträge
  • Widerrufsrecht 2014
  • Optimale Verkaufsvorbereitung
  • Der schnellste Weg zum Notar!
  • Die „richtige“ Werbung (Sicher vor Abmahnungen, zielgruppenorientierte Werbung, Onlinemarketing und sein heutiger Stellenwert)
  • Pflichten aus der EnEV 2014
  • Grundbuch
  • Vorbereitung und Abschluss eines Notarvertrages
  • Praktische Verkaufshilfen
  • Die Provisionsregelung und -sicherung
  • Wertvolle Fallbeispiele aus der Praxis, nicht nur für Einsteiger!

Modul 2: Aufbauseminar für Immobilienmakler

Zielgruppe:

Alle, die bereits das Basisseminar besucht haben bzw. bereits als Immobilienmakler erste Erfahrungen sammeln konnten, oder bereits selbstständig tätig sind und ihre Fachkenntnisse vertiefen möchten.

Kursziel:

Sie erleben hautnah Makeln aus der Praxis für die Praxis mit wertvollen Tipps für die erfolgreiche Vermittlung von Immobilien. Das Seminar soll Grundlagen des Basisseminars vertiefen, bereits erlangte Kenntnisse erweitern und neue Themenbereiche eröffnen.

Kursinhalt:

  • Ausrichtung und Führung eines Immobilienmaklerunternehmens
  • Pflichten des Maklers nach dem GWG
  • Controlling
  • Tätigkeitsfelder des Immobilienmaklers (Immobilienvermietung/Grundlagen des Mietrechts/Immobilienleasing/Immobilienverkauf)
  • Dingliche Rechte (Vertiefung)
  • Immobilien Lebenszyklus
  • Alternative Vertriebsmodelle
  • Kundenakquise und -bindung
  • Immobilien und Steuern (Grundlagen)
  • Marketing (Kostenoptimierung/Effizientes Online-Marketing und Imagekampagnen)Provisionssicherung
  • Maklerrecht
  • Haftungsfallen vermeiden.

Modul 3: Immobilien Wertermittlung

Zielgruppe:

Immobilienmakler, Bauträger, Hausverwalter, Anlagenberater, Mitarbeiter von Bausparkassen, Versicherungen, auch für Neueinsteiger oder Privatpersonen

Kursziel:

Sowohl Kauf und Verkauf, als auch Vermittlung und vor allem die Bewertung von Immobilien sind komplexe Vorgänge. Diese verlangen neben Erfahrung ein hohes Maß an Flexibilität und Fachwissen. Die Teilnehmer des Seminars erhalten Grundlagen zur Durchführung einer Wertermittlung von Wohnimmobilien zum Bewertungsstichtag. Entsprechende Probleme werden anschaulich und praxisnah vermittelt. Die Dienstleister der Immobilienbranche unter den Teilnehmern sollen somit grundlegendes Handwerkszeug zur kompetenten und lösungsorientierten Betreuung ihrer Kunden erhalten.

Kursinhalt:

  • ImmoWertV 2010
  • Sachwertrichtlinienverordnung (SW-RL)
  • Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken
  • Flächennutzungsplan/Bebauungsplan
  • Bodenrichtwertkarte
  • Grundstücksmarktbericht + örtlicher Gutachterausschuss
  • Wertanpassungs
  • Faktoren und Tabellen
  • Ermittlung der baulichen Anlage(n)
  • Baukosten-Indizes
  • Flächen und Volumina
  • Tabellen, Richtwerte, Anpassungsfaktoren
  • NHK nach Basis 2000
  • NHK nach Basis 2005
  • Ermittlung des Sachwertes
  • Ertragswertermittlung
  • Vergleichswertverfahren
  • Der marktgerechte Preis, Verkehrswert
  • Fall-Beispiele
  • Berechnungen durch die Teilnehmer (bitte einen Taschenrechner mitbringen)

Modul 4: Wohnraummietrecht  

Zielgruppe:

Hausverwalter, Dienstleister der Immobilienbranche, Immobilienmakler, Bauträger, ebenso Haus- und Wohnungseigentümer. Alle, die beabsichtigen im Bereich der Wohnraumvermietung tätig zu werden oder bereits tätig sind und ihre Fachkenntnisse vertiefen möchten

Kursziel:

Den Teilnehmern des Seminars werden zunächst Grundlagen des aktuellen Mietrechts und die entsprechenden Probleme anschaulich und praxisnah vermittelt. Darüber hinaus wird im Vertiefungsteil auf die aktuelle Rechtsprechung und den daraus resultierenden Problemen im Wohnraummietrecht eingegangen. Die Dienstleister der Immobilienbranche unter den Teilnehmern sollen grundlegendes Handwerkszeug zur kompetenten und lösungsorientierten Betreuung ihrer Kunden erhalten. Alle Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, die Tragweite der Einzelprobleme bei einem Mietvertragsschluss zu erkennen und fachkundig zu lösen.

Kursinhalt:

  • Systematik des Mietrechts
  • Mietrechtsänderungsgesetz
  • Abgrenzung zum Gewerbemietrecht
  • Mietverträge richtig gestalten und schließen
  • Probleme bei der Übergabe
  • Kaution
  • Übernahme
  • Rechte und Pflichten des Vermieters
  • Rechte und Pflichten des Mieters
  • Mangel an der Mietsache
  • Aktuelle Rechtsprechung
  • Instandhaltung und Instandsetzung
  • Schönheitsreparaturen
  • Mieterhöhung
  • Kappungsgrenze
  • Mietminderung
  • Beendigung des Mietverhältnisses
  • Betriebskosten

Weitere Anbieter von Veranstaltungen zur beruflichen Weiterbildung finden Sie im Weiterbildungs-Informations-System sowie im Kursnet der Bundesagentur für Arbeit.

Originalbeitrag lesen:

http://www.rhein-neckar.ihk24.de/

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Nie wieder schlechter Sex

Über die Flaute im Bett beschweren, das kann doch jeder. Dabei liegt es an uns selbst alles besser zu machen, viel besser! 2015 könnte Euer erotischstes Jahr werden, sofern Ihr diese neun wichtigen Vorsätze befolgt!

 

9 Vorsätze, die jede Frau für 2015 fassen sollte und die garantieren, dass der Bettsport erfüllender denn je wird!

1. Schluss mit Orgasmuslügen

Den Orgasmus vorheucheln, das hat noch nie was gebracht. Vielleicht verletzen wir so kurzfristig sein Ego nicht, langfristig führt es jedoch nur zu extremem Frust im Bett. Ab jetzt stets ehrlich bleiben!

2. Schluss mit Verzicht auf Oralsex

„Er macht das eben einfach nicht gern“ ist der Satz, den keine Frau 2015 mehr sagen sollte. Klitorale Stimulierung ist wichtig, oftmals sogar der einzige Weg zum Orgasmus. Und mit seiner Zunge funktioniert es eben am besten.

3. Weg mit den Omaschlüpfern

Es ist ganz egal, ob Euch jemand in Unterwäsche sieht oder nicht: Mit einem Omaschlüpfer darunter hat keine Frau eine sinnliche Ausstrahlung, ganz einfach, weil sie sich darin nicht sexy fühlt.

4. Tacheles reden

Keine falsche Zurückhaltung oder Verlegenheit mehr: Sagt ihm, was Euch beim Sex gefällt und was nicht. Nicht mit Gesten oder Geräuschen. Kerle wollen Klartext und werden sich dafür erkenntlich zeigen.

In der Galerie: Was die Vagina mag und was sie nicht mag:

5. Endlich den G-Punkt finden

Der G-Punkt ist kein Mythos, es gibt ihn wirklich und jede Frau kann ihn finden und dann den Partner dorthin leiten. Die Suche beginnt auf Google, dann mit den Fingern. 30 Minuten konzentrierte Forschungsreise, und wir versprechen, Ihr habt ihn!

6. Immer bereit und geschützt

Warum die Kondome ihm überlassen? Jeder Single sollte das Verhütungsmittel stets bei sich tragen, wen er ausgeht. Das macht euch nicht zur Schlampe, sondern zur emanzipierten und vernünftigen Frau!

 

7. Kein Sex aus Verpflichtung

Keine Lust auf Sex? Dann habt auch keinen! Sex nur deshalb, weil er es will oder es an der Zeit wäre, bringt nichts als ein negatives Gefühl am Ende.

8. Keine Sorge um die Zahl

Auch Frauen sollten dringen damit aufhören sich über die Zahl ihrer Sexpartner Gedanken zu machen. Ihr habt Lust auf Sex mit der neuen Bekanntschaft? Dann los, denn was bei Männern okay ist, sollte es spätestens 2015 auch bei Frauen sein.

9. Mit Gewissheit ins neue Jahr

Wer schleppt die unangenehmen Tests ständig vor sich her? Wenn der letzte ungeschützte Verkehr drei Monate oder länger her ist, dann einfach einen Termin zum Bluttest vereinbaren und sichergehen, dass alles im grünen Bereich ist. Sich entspannt fühlen garantiert besseren Sex!

 

Erstmals erschienen auf:

http://www.joy.de/liebe/artikel

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Pubertät bei Mädchen

Bereits in der Grundschule werden Kinder im Sachkundeunterricht mit dem Thema der Aufklärung vertraut gemacht. Kindgerecht wird dort vermittelt, was während der Pubertät passiert, warum die Jungen den Stimmbruch bekommen und Mädchen die Menstruation (auch Regel oder Monatsblutung genannt).

Auch die Veränderung der Geschlechtsorgane beispielsweise die Entwicklung der weiblichen Brust wird in kleinen Filmen dargestellt. Aufklärung in diesem Sinne hat zwar oberflächlich stattgefunden, spätestens wenn die Pubertät einsetzt werden sie feststellen, dass alles gar nicht so einfach ist, wie es in den Filmen dargestellt wurde. Hier sind die Eltern gefragt, die ihre Tochter in diesem Entwicklungsprozess begleiten.

 

Die Pubertät bei Mädchen – Beispiel

Wenn der eigene Körper plötzlich beginnt sich zu verändern, ist das alles viel aufregender aber auch mit Geheimniskrämerei und Scham verbunden. Anna hat plötzlich die ersten Ansätze zur weiblichen Brust. Sie ist gerade mal zwölf. Anna schämt sich, traut sich nicht vor den anderen Mädchen in der Umkleidekabine ihre Kleidung zu wechseln. Die Jungs lachen über sie, wollen sie ständig angrabschen. Anna fühlt sich mies, sie möchte noch keine vollen Brüste.

Was sie jetzt braucht, ist eine Person mit der sie über all diese Dinge sprechen kann. Die Pubertät setzt bei dem einen sehr früh, bei dem anderen später ein.

Während Anna sich über ihre kleinen Rundungen ärgert, ist Isabel verzweifelt da sie mit sechzehn noch immer flach wie eine Flunder ist. Solche Situationen kennen sicherlich viele.

Ärgern und sich verschließen oder gar verzweifeln bringt nichts, denn alles kommt wie es kommen soll. Die Pickel im Gesicht sehen nicht besonders hübsch aus, gehören jedoch ebenso zur Entwicklung von Mädchen in der Pubertät, wie die Veränderung der Geschlechtsorgane. Die erste Liebe wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

 

Mit den Kindern über die Pubertät sprechen – Aufklärung

Sobald der Körper sich verändert hat und die Psyche mit dieser Veränderung im Einklang ist, wird noch viel mehr passieren auf dem Weg zum Erwachsen werden. Spätestens dann, wenn sich zu scheuen Küssen die ersten intimen Berührungen dazu gesellen und das wunderschöne kribbeln im Bauch einsetzt, ist es an der Zeit über Verhütung nachzudenken. Doch darüber sollten Eltern mit ihren heranwachsenden Kindern unbedingt frühzeitig offen und ausführlich sprechen.

Verhütung – Mädchen

 

Über Geschlechtsverkehr und Verhütung kann nicht früh genug gesprochen werden. Gerade in der heutigen Gesellschaft, wo schon Kinder, Kinder bekommen, ist Aufklärung doppelt und dreifach wichtig.
Es geht nicht nur um die Pille, vor allem auch um Kondome. Denn es geht nicht nur darum dass diese vor unverhofften Kindersegen schützen. Bei aller Liebe geht es vor allem auch um die Gesundheit. Aids und andere Geschlechtskrankheiten gibt es immer noch. Daran sollte bei der Aufklärung auch gedacht werden.

 

Zuerst veröffentlicht auf:

www.vorname.com/ratgeber/pubertaet-aufklaerung/pubertaet-bei-maedchen-502/

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Fußball: Schädigen Kopf­bälle auf Dauer das Gehirn?

Im Extremfall prallt ein Fußball mit 100 Stundenkilo­meter auf den Kopf eines Spielers, wenn er ihn als Kopf­ball annimmt. Eltern von US-Fußball­junioren sorgen sich, dass Kopf­bälle im Fußball dem Gehirn lang­fristig schaden können. Sie fordern strengere Regeln und haben kürzlich gegen den Welt­fußball­verband Fifa und mehrere US-Fußball­verbände Klage einge­reicht. test.de sprach mit Experten, um zu klären, wie groß die Gefahr durch Kopf­bälle wirk­lich ist.

Eltern von US-Juniorfuß­ballern in Sorge

In Deutsch­land ist Fußball traditionell die beliebteste Sport­art bei Kindern und Jugend­lichen. Für 2014 registrierte der Deutsche Fußball­bund fast 1,9 Millionen Junior­mitglieder bis 18 Jahre. Mitt­lerweile wächst auch beim US-Nach­wuchs die Fußball­begeisterung – doch Mütter und Väter sind nicht immer begeistert vom Soccer. Sie fürchten unter anderem Gehirn­erschütterungen und chro­nische Hirn­schäden durch Kopf­bälle. Deshalb haben Eltern von Juniorfuß­ballern in den USA Ende August 2014 US-Fußball­verbände sowie die Welt­fußball­organisation Fifa vor einem Gericht in Kalifornien verklagt: Die Fußball­regeln reichen ihrer Einschät­zung nach nicht aus, um beispiels­weise vor Kopf­ball-Folgen zu schützen und sollten daher verschärft werden. In vielen Sport­arten, die in den USA populär sind, wie Base­ball, Eis­hockey und American Football, ist das Tragen eines Kopf­schutzes üblich. Die Fifa wollte sich auf Anfrage von test.de nicht zu dem aktuellen Gerichts­verfahren äußern. Laut medizi­nischen Fachleuten der Fifa werden die Auswirkungen des Kopf­ball­spiels aber erforscht.

Studien deuten Risiken an

In den vergangenen Jahren erschienen verschiedene Studien, die einen Zusammen­hang zwischen intensivem Kopf­ball­spiel, Hirn­ver­änderungen und kognitiven Defiziten andeuten: So analysierten etwa Wissenschaftler der New Yorker Yeshiva Universität per diffusions­gewichteter Magnetresonanztomografie unnormale weiße Stellen im Gehirn von Fußballern, die laut eigener Angaben jeweils mehr als 885 Bälle im Jahr köpfen (Soccer Heading Is Associated with White Matter Microstructural and Cognitive Abnormalities). Diese Spieler schnitten bei kognitiven Tests schlechter ab als Spieler, die seltener köpften. Auch ein Forscher­team aus den USA und Deutsch­land hatte in den Gehirnen von Profifuß­ballern im Vergleich zu Leistungs­schwimmern groß­flächigere Veränderungen in der weißen Substanz entdeckt, die für die Nerven­kommunikation bedeut­sam ist (White Matter Integrity in the Brains of Professional Soccer Players Without a Symptomatic Concussion). Die Autoren schließen einen Zusammen­hang zum Kopf­ball­spiel nicht aus. Allerdings räumen sie selbst metho­dische Grenzen ihrer Studien ein – nur wenige Dutzend Probanden, kein Lang­zeitfokus.

Gehirn­erschütterungen nach Zusammenprall

Der Kinder­chirurg Professor Peter P. Schmittenbecher vom Klinikum Karls­ruhe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, hält das Risiko durch Kopf­bälle bei Kindern und Jugend­lichen für trag­bar. Es lägen keine evidenz-basierten Studien vor, die Anlass zur Sorge gäben. Auch zu akuten Verletzungen führten Kopf­bälle nur sehr selten. „Von etwa 14 000 Notfällen, die wir im Klinikum Karls­ruhe jähr­lich versorgen, sind Unfälle durch Kopf­bälle die absolute Ausnahme“, sagt Professor Schmittenbecher. Viel häufiger verursachten Kopf-an-Kopf-Zusammen­stöße beim Fußball Gehirn­erschütterungen und Prel­lungen. Das bestätigt auch die jüngste Verletzungs­studie des europäischen Fußball-Dach­verbands Uefa für Top-Profi-Clubs. Danach gehen nur etwa 0,5 Prozent der Verletzungen auf das Konto von Kopf­bällen. Deutlich mehr Kopf­verletzungen entstehen danach durch den Zusammenprall mit Torpfosten oder Mitspielern. Als besonders gefähr­lich gelten sogenannte Quer­schläger – Bälle, die während des Spiels den Kopf unvor­hergesehen mit Wucht treffen. Sie können lebens­bedrohliche Hirn­blutungen auslösen.

Biomechaniker setzen auf Technik und Training

Biomechaniker der Deutschen Sport­hoch­schule in Köln beschäftigten sich mit den Risiken des Kopf­ball­spiels aus bewegungs­wissenschaftlicher und traumatologischer Sicht. „Hart geschossene Fußbälle mit Spitzen­geschwindig­keiten bis zu 100 Stundenkilo­metern werden nur selten in Anflug­richtung zurück beschleunigt“, erklärt Erich Kollath von der Sport­hoch­schule Köln. Daher wirke meist nur ein Teil der Kraft auf den Kopf. Zudem entständen die meisten Kopf­ball­situationen nach Flanken, bei denen der Ball bei weitem nicht Maximal­geschwindig­keit habe. Kollath ist über­zeugt, dass ein adäquates Techniktraining Risiken verringern kann: „Vor der Kontakt­phase beim Kopf­ball sollte der Spieler eine Ausholbewegung in entgegen­gesetzter Richtung ausführen.“ Zudem sollten die Augen möglichst lange offen bleiben, um die Flugbahn des Balls besser abschätzen zu können und ihn dann präzise mit der Stirn zu treffen. Kräftige Nacken- und Rück­muskeln trügen dazu bei, die einwirkende Kraft besser zu verteilen. Wichtig: „Bei einem Kinder- und Jugend­training sollten maximal drei Serien von jeweils zehn Kopf­bällen mit alters­gemäßen Bällen durch­geführt werden“, rät Kollath. Dazwischen seien Pausen von sieben bis zehn Minuten wichtig. Als Spiel­element gewinne der Kopf­ball über­dies erst ab der C-Jugend vermehrt an Bedeutung, also ab 13 Jahren. Dann erst werde aus tech­nisch-taktischer Sicht das Spiel über Außen mit Flanken vor das Tor bedeut­samer.

Den richtigen Ball wählen

Die Wucht von Kopf­bällen lässt sich auch durch passende Bälle verringern. Je nach Alter sollten Fußball­trainer beim Kopf­ball­training Bälle aus leichtem Material einzusetzen, empfiehlt Kollath. Dazu eigneten sich im Vorschul­alter Schaum­stoff- und Softbälle. Bei Kindern bis zehn Jahren sollten zwischen­durch spezielle Light-Bälle zum Einsatz kommen. „Dadurch verlieren die Kinder die Angst vor dem Kopf­ball­spiel und können sich auf die Aneignung der richtigen Technik konzentrieren“. Biomecha­nische Messungen hätten ergeben, dass sich neben der Anflug­geschwindig­keit auch der Luft­druck eines Balls auf den Aufprall auswirke. Er darf laut Richt­linien von 0,6 bis 1,1 bar variieren, sollte beim Kopf­ball­training aber keinesfalls ausgeschöpft sein. Der Deutsche Fußball­bund empfiehlt für Kinder- und Jugend­training zudem kleinere und leichtere Bälle. Ein Wett­kampf­ball sollte bis einschließ­lich E-Jugend maximal 290 Gramm wiegen, ein herkömm­licher Fußball bringt bis zu 450 Gramm auf die Waage. Egal, ob beim Amateur- oder Profifuß­ball – längst rollen Bälle mit einer wasser­abweisenden Schutz­schicht über den Rasen. Die saugen sich – anders als früher die offenporigen Lederbälle – nicht mit Wasser voll und werden bei Nässe nicht schwerer.

Kopf­schutz über­zeugt nicht

Besonders in den USA diskutieren Fachleute seit Jahren, ob ein spezieller Kopf­schutz vor Gehirn­erschütterungen schützen kann. In den Vereinen dort tragen vor allem Frauen und jüngere Spieler einen stirnband­ähnlichen Schutz. Die Fifa hat das genehmigt. Wissenschaftler der Universität Northern Kentucky beschrieben 2009 in einer Über­blicks­studie, dass noch Forschungs­bedarf beim Thema Kopf­schutz bestehe (Protective Headgear for Soccer Players: An Overview). Offen­bar können handels­übliche Modelle Schädel und Hirn bei Zusammen­stößen schützen, der Nutzen bei Kopf­bällen ist noch nicht belegt. Doch Ingenieure tüfteln an neuen Materialien: 2014 präsentierten indonesische und malaysische Forscher einen Test, wonach ein Kopf­schutz aus dem Schaum vom Knieschützern die Wucht von Kopf­bällen dämpfen kann (Impact-absorbing Materials in Reducing Brain Vibration Caused by Ball-to-head Impact in Soccer).

Kopf­bälle machen Spiel spannend

„Beim Fußball besteht eben ein gewisses Verletzungs­risiko“, sagt der Kinder­chirurg Schmittenbecher. Er hält es trotzdem für sinn­voll, wenn Kinder Fußball spielen. Durch Inaktivität entständen neue Risiken wie Überge­wicht, Gelenk­probleme und Diabetes. Diese Einschät­zung dürfte Fußball­taktiker freuen: „Mit Kopf­bällen können vor dem gegnerischen Tor gefähr­liche Situationen entstehen“, schreibt der Deutsche Fußball­bund in seinen Trainings­empfehlungen für C-Jugend-Spieler. Die Welt­meisterschaft in Brasilien habe gezeigt, dass Flanken und Stan­dard­situationen durch kopf­ball­starke Spieler an Durchschlags­kraft gewinnen.

Fazit: Eltern sollten Training beob­achten

Es liegen keine über­zeugende Studien vor, die gesundheitliche Schäden durch moderates Kopf­ball­spielen im Kinder-, Jugend- und Amateurfuß­ball nach­weisen. Allerdings raten Experten, Kopf­bälle im Kinder- und Jugend­fußball oft auch mit leichteren Bällen und grund­sätzlich nicht im Über­maß zu trainieren. Eltern von Vereins-Fußball­junioren können sich bei den Trainern erkundigen, wie oft und mit welchem Ball­material sie Kopf­bälle einüben. Das größte Risiko für Gehirn­erschütterungen und andere schwerwiegende Kopf­verletzungen entsteht beim Fußball offen­bar, wenn Spieler mit den Köpfen oder Pfosten zusammen­stoßen. Aber egal, was die Ursache ist: Sobald der Verdacht einer Gehirn­erschütterung besteht, sollten betroffene Spieler sofort mit dem Spiel aufhören und einen Arzt aufsuchen. Möglicher­weise wird der eine längere Fußball­pause verordnen, weil Gehirn­erschütterungen ausheilen müssen.

 

Zur Anbieter-Website:

https://www.test.de

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Contra Lateinunterricht: Warum Latein als Schulfach überflüssig ist

  • In Nordrhein-Westfalen erwägt man, angehenden Sprachlehrern keine Lateinkenntnisse mehr abzuverlangen.
  • Die Grundlagen, die Latein für moderne Fremdsprachen legt, werden überschätzt.
  • Das kulturelle Erbe der Antike ließe sich im Geschichtsunterricht besser vermitteln.
Kommentar von Roland Preuß

Tempora mutantur, et nos mutamur in illis – die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen. Das Latein hat viele Sinnsprüche zu bieten, dieser aber trifft in hübscher Ironie auf die Sprache selbst zu. Latein ist auf dem Rückzug, zumindest was die Universitäten angeht. Immer mehr Landesregierungen und Fakultäten kommen zu der Überzeugung, dass ein Studium auch ohne Latein seriös zu stemmen ist, so wie es sich derzeit in Nordrhein-Westfalen anbahnt. Dort erwägt man, angehenden Sprachlehrern keine Lateinkenntnisse mehr abzuverlangen. Dieser Trend wird nicht ohne Folgen an den Schulen bleiben.

Die Zahl der Schüler, die sich mit Ablativ und Deponentien befassen (müssen), ist zwar gestiegen. Das darf man aber nicht missdeuten als eine wachsende Popularität der Sprache. Es streben einfach mehr Schüler eines Jahrgangs das Abitur an und damit bleibt ihnen oft gar nichts anderes übrig als Latein zu lernen – es zählt vielerorts zum Pflichtprogramm.

Pro Lateinunterricht Warum Latein als Schulfach bleiben muss

Latein ist Basis vieler moderner Sprachen, ein Fenster zur Kultur. Auch wenn in manchen Bundesländern die Lateinpflicht für Lehramtsstudenten fällt, bleibt Latein für Schüler ein “Lernfach” im besten Wortsinne. Pro und Contra Latinum

Die gestiegene Zahl der Lateinschüler wirft umso dringender die Frage auf, ob der zentrale Stellenwert des Fachs noch zeitgemäß ist. In Bayern zum Beispiel muss man nicht nur im humanistischen Zweig Latein belegen, auch am musischen und an vielen naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasien kommt man spätestens ab der 6. Klasse nicht um das Fach herum.

Dabei ist Latein nicht nur ein Fach unter vielen, oft ist es das Fach, das über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. So zumindest erlebte es der Autor dieser Zeilen, dessen Mitschüler am Gymnasium in erster Linie anhand schlechter Lateinzensuren aus der Bahn zum Abitur geworfen wurden. Statistisch belegt ist das nicht, es existieren dazu keine offiziellen Zahlen. Dennoch ist die Frage erlaubt: Ist es das Wert?

Ja, sagen die Befürworter des Latein und führen eine Reihe von Gründen an. Schlagend sind diese jedoch nicht, wie ein näherer Blick auf die Argumente zeigt:

1. Latein ist unverzichtbar für bestimmte Studienfächer.

Das ist sicher richtig für Alte und Mittelalterliche Geschichte, für Theologie und einige andere Fächer. Wer sich wissenschaftlich mit lateinischen Texten auseinandersetzt, muss die Sprache beherrschen. Die nötigen Kenntnisse lassen sich allerdings auch während des Studiums nachholen, die Unis bieten eigene Kurse dazu an. Mitunter tut es schon ein Lehrgang über die nötigen lateinischen Fachbegriffe, etwa in der Medizin. Zudem ist Latein – siehe oben – an den Unis auf dem Rückzug.

2. Latein ist nötig, um Deutsch, aber auch um Fremdsprachen richtig zu lernen.

Im Umkehrschluss müsste man all jenen Schülern, die auf Latein verzichten, unterstellen, dass sie nie richtig Deutsch lernen können. Nach dieser Logik müssten die Schüler in Sachsen-Anhalt oder Thüringen in bundesweiten Leistungstests weit abfallen gegenüber ihren bayerischen Altersgenossen, weil im Osten deutlich weniger Jugendliche Latein lernen als im Süden. Das ist aber nicht der Fall.

Der Weg zu gutem Deutsch muss nicht über Latein führen, auch andere Fremdsprachen und sogar guter Deutschunterricht können behilflich sein. Ähnlich verhält es sich mit Fremdsprachen: Eine Studie von Ludwig Haag und Elsbeth Stern kam 2002 zu dem Ergebnis, dass Studenten mit Französischkenntnissen leichter Spanisch lernten als Studenten mit gleichwertigen Lateinkenntnissen. Latein wird überschätzt. Warum also nicht gleich die lebendige Sprache erlernen?

3. Latein ist unverzichtbar für eine umfassende Bildung.

Natürlich kann man fragen: Was bleibt den meisten vom Lateinunterricht außer ein paar Sinnsprüchen wie “Audaces fortuna adiuvat” (Den Tapferen hilft das Glück)? Und auch die sind nicht immer rasende Geistesblitze. Sicher, dies greift zu kurz. In der römischen (und griechischen) Antike wurzelt die westliche Kultur, sie brachte literarische, rhetorische und philosophische Meisterwerke hervor, die bis heute Gewicht haben. Damit ist jedoch nicht gesagt, dass der Lateinunterricht diese Wurzeln auch vermittelt.

In den ersten Jahren ist dies schon vom Sprachniveau her unmöglich, sie vergehen zwangsläufig mit Grammatik- und Vokabelpauken. Der Unterricht wird stark durch Übersetzungstechnik bestimmt, es gibt bis zur Oberstufe kaum Gelegenheit, einen Cicero oder Catull-Text philosophisch und historisch zu durchdringen. Dieses antike Erbe lässt sich auch an anderer Stelle vermitteln, sei es im Fach Geschichte, sei es durch die Lektüre von Übersetzungen. Die Entscheidung darüber, wie viel Latein noch zeitgemäß ist, ist eine Entscheidung darüber, welche Bildung noch zeitgemäß ist.

Die Welt und der Bildungskanon haben sich geändert

Wer auf Latein beharrt, blockiert faktisch andere, neue Inhalte. Bessere Alternativen gibt es genug: Fremdsprachen wie Französisch, Spanisch oder Italienisch. Damit würde man dem Leben in der EU gerecht, in dem sich die Bürger millionenfach über Grenzen hinweg austauschen. Diese Sprachen öffnen zudem eigene, gewichtige literarische und philosophische Welten. Hat uns eine Isabel Allende in ihrem Roman “Geisterhaus” heute nicht mehr zu sagen als Caesar in “De bello Gallico”? Fällt ein Jean-Jacques Rousseau im Original tatsächlich ab gegenüber einem Tacitus?

Eine Reduzierung des Pflichtlatein in Schule und Universität hat nichts damit zu tun, Bildung nach dem Nutzwert auszurichten. Es hat damit zu tun, dass sich der Bildungskanon ändert mit der Welt da draußen vor der Schule. Das haben auch die Römer schon gewusst: Non scholae, sed vitae discimus, heißt es – Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.

Fakten zum Latinum Latein zwischen Blüte und Verfall

Nach Plänen der Regierung in Nordrhein-Westfalen soll der Nachweis des Latinums für alle Lehrer entfallen, seitdem tobt bundesweit ein Grundsatzstreit. Einige Fakten zur Rolle der alten Sprache in Schulen und Universitäten.

Link zum Artikel:

http://www.sueddeutsche.de/bildung/

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FAQ Rauchmelder: Wann und wo die Lebens­retter ab 2015 Pflicht sind

Weil Rauchmelder vor dem Tod durch Feuer und durch das Einatmen von Rauch schützen können, werden sie in immer mehr Bundes­ländern zur Pflicht. Inzwischen müssen Eigentümer von Häusern und Wohnungen vieler­orts sogar Altbauten mit den Warngeräten nach­rüsten. In Baden-Württem­berg und Hessen muss das bis zum 31. Dezember 2014 geschehen. Finanztest erklärt, welche Regeln in den einzelnen Bundes­ländern gelten und was sie für Eigentümer und Mieter bedeuten.

In Baden-Württem­berg, Hamburg, Hessen, Meck­lenburg-Vorpommern, in Rhein­land-Pfalz und Schleswig-Holstein müssen die Rauchmelder in allen Neu- und Altbauten installiert sein. In Bayern, Bremen, Nieder­sachsen, Nord­rhein-West­falen, Saar­land, Sachsen-Anhalt und Thüringen gilt die Einbaupflicht zunächst nur für Wohnungen, die neu gebaut werden. In den kommenden Jahren sind dort die Altbauten aber auch mit Rauchmeldern nach­zurüsten. In Berlin, Brandenburg und Sachsen gibt es dagegen derzeit weder für Neu- noch für Altbauten eine Melder­pflicht.

Einbau meist Vermietersache

In der Regel der Eigentümer. Der Mieter muss den Vermieter zur Installation der Geräte in die Wohnung lassen. In Meck­lenburg-Vorpommern ist der Bewohner zur Installation der Geräte verpflichtet. In den Ländern Hamburg, Rhein­land-Pfalz und Sachsen-Anhalt ist nicht klar geregelt, ob Vermieter oder Mieter die Rauchmelder einbauen müssen. „Hier sind die Eigentümer zuständig“, sagt Leif Peterson, Hamburger Fach­anwalt für Miet- und Wohnungs­eigentums­recht. Dies ergebe sich bereits aus der Verkehrs­sicherungs­pflicht des Eigentümers für das Gebäude. In Eigentums­anlagen entscheidet die Gemeinschaft per Mehr­heits­beschluss über den Einbau. Das bedeutet: Wer dagegen gestimmt hat, muss den Einbau dennoch bei sich dulden und auch mitbezahlen.

Rauchmelder müssen in Schlafräumen, Kinder­zimmern und Fluren, die als Rettungsweg dienen können, installiert werden. Grund­lage dafür ist die Bauordnung des jeweiligen Bundes­landes. Rauchmelder sollten an der Zimmerdecke angebracht werden – am besten in der Mitte. Bei einem Brand sterben Menschen in den meisten Fällen, weil sie das Feuer nicht bemerken und im Schlaf ersti­cken.

Bislang keine flächen­deckenden Kontrollen

Unmittel­bar passiert nichts. Es ist kein Bußgeld für Sünder vorgesehen. Nach den Landes­bau­ordnungen ist aber dann ein Bußgeld möglich, wenn ein Eigentümer einen Rauchmelder ohne das EU-Sicher­heits­zeichen „CE“ installiert. In der Praxis dürften solche Bußgelder aber selten sein, da keine flächen­deckenden Kontrollen statt­finden. Beim Kauf von Rauchwarngeräten sollten sich Vermieter und Mieter an gut getesteten Geräten orientieren.

Nein. Betriebs­kosten sind nur solche Ausgaben, die regel­mäßig, etwa monatlich oder jähr­lich, beim Betrieb einer vermieteten Immobilie entstehen. Wer Rauchmelder kauft und einbaut, hat diese Kosten aber nur einmalig. Statt Rauchmelder zu kaufen, können Vermieter diese aber auch von externen Firmen mieten. Ob die dann regel­mäßig fälligen Miet­kosten als Betriebs­kosten gelten, die der Mieter zahlen muss, ist umstritten. Der Deutsche Mieterbund sagt Nein. Es gibt aber ein Urteil des Land­gerichts Magdeburg, wonach die Miet­kosten umleg­bar sind (Az. 1 S 171/11). Ob sich diese Recht­sprechung durch­setzen wird, ist fraglich. Über die Miet­kosten eines Öltanks etwa hat der Bundes­gerichts­hof 2008 entschieden, dass diese der Vermieter nicht als Betriebs­kosten umlegen kann (Az. VIII ZR 92/08).

Einbau eines Rauchmelders gilt als Modernisierungs-Maßnahme

Ja. Der Einbau von Rauchmeldern ist eine Modernisierung der Wohnung. Dies recht­fertigt eine Miet­erhöhung. Der Vermieter darf die Jahres­miete laut Gesetz dauer­haft um 11 Prozent der Ausgaben erhöhen. Hohe Summen fallen so aber nicht an.

Beispiel Miet­erhöhung: Der Vermieter gibt 200 Euro aus, um Rauchmelder zu kaufen und in einer vermieteten Wohnung installieren zu lassen. Er darf die Jahres­miete daher um 22 Euro erhöhen. Die monatliche Miete steigt also um 1,83 Euro.

Wartung von Rauchmeldern

In Baden-Württem­berg, Bayern, Bremen, Hessen, Nieder­sachsen, Nord­rhein-West­falen und Schleswig-Holstein ist die Frage klar geregelt: Der Bewohner ist zuständig, es sei denn, der Eigentümer über­nimmt die Aufgabe freiwil­lig. Da in Meck­lenburg-Vorpommern der Bewohner zum Einbau der Rauchmelder verpflichtet ist, muss er die Geräte auch warten lassen. In den übrigen Ländern ist, wie beim Einbau auch, in der Landes­bau­ordnung niemand konkret zur Wartung verpflichtet. Auch hier ist nach Ansicht von Rechts­anwalt Peterson der Vermieter zuständig.

Die Wartung ist in der Din 14676 geregelt. Danach wird etwa über­prüft, ob die Öffnungen des Rauchmelders frei von Staub und Flusen sind, und ein Probealarm ausgelöst. Notfalls werden Batterien ausgewechselt. Wenn Mieter zum Beispiel durch eine Klausel im Miet­vertrag für die Wartung zuständig sind, sollten sie diese nicht selbst durch­führen, sondern einen Techniker beauftragen. Denn wer die Geräte selbst wartet und Fehler macht, haftet im Falle eines Brands möglicher­weise für Schäden.

Ja, das darf er, wenn die Kosten im Miet­vertrag erwähnt sind. Steht dort unter dem Stich­wort „Sons­tige Betriebs­kosten“ auch die Position „Wartung Rauchmelder“, muss der Mieter zahlen. Umstritten dagegen ist, was gilt, wenn die Wartungs­kosten nicht explizit im Miet­vertrag aufgeführt sind. Laut dem Land­gericht Magdeburg darf der Vermieter die Wartung dennoch auf die Mieter verteilen (Az. 1 S 171/11). Das Amts­gericht Biele­feld aber stellt sich auf die Seite des Mieters (Az. 17 C 288/11): Wartungs­kosten, die nicht im Vertrag stehen, muss er nicht bezahlen.

Eigentümer sollten kein Risiko eingehen

Das ist unklar. Es gibt noch keine Urteile. Die Versicherungs­gesell­schaft Allianz schreibt: „Ein Rauchmelder soll nicht vor Sach­schäden schützen, sondern Menschen­leben retten. Daher wird die Allianz deutsch­land­weit auch bei Verstoß gegen die Rauchmelder­pflicht den Versicherungs­schutz in vollem Umfang bieten.“ Anders das Amts­gericht Hamburg-Blankenese 2013: Eigentümer, die trotz Pflicht keine Melder einbauen, gefährden den Schutz aus einer Gebäude­versicherung (Az. 531 C 125/13). Nach Ansicht des Hamburger Rechts­anwalts Leif Peterson sollten Eigentümer gar kein Risiko eingehen. „Es ist nicht auszuschließen, dass Versicherer bei Schadenfällen in Zukunft die Leistung kürzen, wenn Rauchmelder trotz Pflicht in der Wohnung fehlen.“ Um Menschen­leben zu schützen und den eigenen Versicherungs­schutz nicht zu gefährden, sollten Eigentümer und Bewohner die Pflicht deshalb auf jeden Fall ernst nehmen.

 

Originalbeitrag:

www.test.de/FAQ-Rauchmelder-Wann-und-wo-die-Lebensretter-ab-2015-Pflicht-sind-4792308-0/

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Baukosten Holz-Fertigbau

von Lukas
(Österreich)

Ich versuche gerade, für meine Bank den Eigenanteil unseres Bauvorhabens zu berechnen. Dabei finde ich nirgends Angaben zu folgendem Bauabschnitt:

Bauart – Holzständer Fertigbau

Ich werde in Eigenleistung alle Innenwände mit Dämmung versehen und mittels OSB- und Gipskartonplatten verschließen. Es handelt sich dabei um ein 160m² großes, zweistöckiges Einfamilienhaus. Wie groß kann man für diese Arbeit den eingesparten Arbeitslohn, bzw. den Wert an Eigenleistung beziffern?

Für Ihre schnelle Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar!

Antwort:

Hallo Lukas,

dass Sie auf meiner Webseite keine Angaben der Kosten für unterschiedliche Bauweisen findet, hat einen guten Grund. Bitte hier nachlesen:

Wie viel kostet ein Haus aus Holz?

Wenn es um die Finanzierung der Baukosten für ein Einfamilienhaus geht, sollten Sie immer daran denken, dass vor allem auch die Banken sehr genau wissen, wie viel ein bezugsfertiges Haus am Ende kosten wird. Für die Banken ist es dabei im Wesentlichen völlig unerheblich, in welcher Bauweise ein Haus errichtet werden soll.

Und ganz wichtig: Bei der Bewertung des Kreditvolumens werden allfällige Eigenleistungen üblicherweise nicht bewertet. Eine Bank geht in der Regel nämlich immer davon aus, dass sich der Kreditwerber in jedem Fall die Gesamtkosten für das geplante Haus leisten können muss – und zwar unabhängig davon, wer das Haus tatsächlich baut.

Ich empfehle Ihnen daher, den Finanzierungsbedarf für Ihr Haus so zu berechnen, als würden Sie selbst keine Eigenleistungen erbringen! Damit haben Sie schon rechtzeitig einen unbedingt erforderlichen Sicherheitspolster für Ihre Baufinanzierung geschaffen. Und wenn Sie dann – was aus vielen Gründen aber überhaupt nicht sicher ist – später durch Eigenleistungen tatsächlich etwas einsparen, umso besser.

Verschwenden Sie daher in der wichtigen Finazierungsphase am besten nicht die Zeit damit, herausfinden zu wollen, wie hoch die Arbeits- und Materialanteile der verschiedenen Bauleistungen tatsächlich sind. Um wirklich exakte Angaben darüber zu bekommen, wie viel alles im Detail kostet, gibt es nämlich ohnehin nur eine einzige Möglichkeit:

Sie müssen über eine professionelle Bauausschreibung für jedes einzelne Gewerk ein Leistungsverzeichnis mit allen nötigen Leistungspositionen (unterteilt in Arbeits- und Materialanteil) erstellen (lassen) und damit von mehreren Firmen vergleichbare Angebote einholen.

Erst dann können Sie zumindest halbwegs feststellen, wie viel im Fall der Fälle IHRE Eigenleistung wert wäre. Die im Angebot ausgewiesenen Kosten für die Arbeitsanteile sind dabei aber NICHT jene Kosten, die IHRE Eigenleistungen bewerten. Diese Arbeitsanteile sind vielmehr die kalkulierten Lohnanteile der ausführenden Profis, die mindestens doppelt so schnell arbeiten wie ein Laie, meistens unterm Strich noch viel schneller.

Und wenn Sie dann auch noch berücksichtigen, dass Firmen beim Materialeinkauf wesentlich günstigere Preise erzielen als Private, können Sie sich vielleicht schon heute “ausrechnen”, dass Sie mit Eigenleistungen am Ende doch nicht so viel einsparen, wie Sie vielleicht anfänglich vermuten …

Werfen Sie bei Bedarf bitte auch einen Blick auf meine Infoseite Die 3 größten Fehler beim Hausbau.

Mehr Erfolg beim Hausbau

Wilfried Ritter
Autor und Herausgeber
———-
BaukostenManager.com
HausbauManager.com

 

Seite besuchen:

www.haus-selber-bauen.com

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Gewusst wie: Einen seriösen Schlüssel­dienst finden

Sie bringen kurz den Müll raus, vergessen den Schlüssel – und schon ist es passiert: Die Tür fällt zu, Sie haben sich ausgeschlossen. Ein Schlüssel­dienst muss her. Unseriöse Anbieter nutzen häufig die Notsituation der Kunden aus. test.de sagt, wie Sie sich davor schützen können.

Sie benötigen:

  • Nette Nach­barn mit PC oder Handy mit Internet­anschluss oder Telefon­buch
  • Telefon

Schritt 1

Nehmen Sie nicht den erst­besten Schlüssel­dienst, der zum Beispiel Werbung neben die Klingelschilder an Ihrem Haus geklebt hat. Andere Anbieter nennen sich „AAA Dienst“, um im Telefon­buch ganz vorn zu stehen, oder schalten besonders große Anzeigen. Fragen Sie einen Nach­barn, ob Sie bei ihm das Internet oder ein Telefon­buch nutzen können, um einen seriösen Schlüssel­dienst mit voll­ständiger Anschrift in der Nähe zu finden.

Schritt 2

Klären Sie schon am Telefon den Preis. Für das einfache Öffnen einer zugefallen Tür sind tags­über laut Verbraucherzentrale Berlin etwa 100 Euro üblich. Nachts und am Wochen­ende darf es mehr sein, aber nicht doppelt so viel wie am Tag. Weigert sich der Schlüssel­dienst, Ihnen den Preis zu nennen, wenden Sie sich an einen anderen Anbieter.

Schritt 3

Fragen Sie, wann der Schlüssel­dienst kommen kann und wie viel die Anfahrt kostet. Es kommt vor, dass Schlüssel­dienste Orts­nähe durch eine Rufnummer mit Orts­vorwahl nur vortäuschen. In Wirk­lich­keit leitet sie Ihren Anruf in eine andere Stadt weiter. Der Hand­werker kommt dann erst nach langer Warte­zeit und mit vielen Kilo­metern Anfahrt, die er sich natürlich von Ihnen bezahlen lässt.

Schritt 4

Lassen Sie sich eine detaillierte Rechnung geben. Die Verbraucherzentrale Berlin empfiehlt, die Rechnungs­positionen kritisch zu prüfen und nichts zu unter­schreiben. Fühlen Sie sich bedroht oder unter Druck gesetzt, scheuen Sie sich nicht, die Polizei zu rufen. Der Gesetz­geber verbietet stark über­höhte Rechnungen.

Schritt 5

Falls Sie einen über­höhten Betrag zahlen, können Sie das zu viel gezahlte Geld anschließend zurück­fordern. Die Verbraucherzentrale Berlin bietet dafür ein Musterschreiben mit Rechtsprechungsübersicht an.

Erschienen in: Finanztest 12/2014 Steuern sparen: Die besten Tipps zum Jahres­ende 4,90 € Heft ansehen

 

Siehe hier:

https://www.test.de/Gewusst-wie-Einen-serioesen-Schluesseldienst-finden-4776976-0/

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Gewusst wie: Einen seriösen Schlüssel­dienst finden

Sie bringen kurz den Müll raus, vergessen den Schlüssel – und schon ist es passiert: Die Tür fällt zu, Sie haben sich ausgeschlossen. Ein Schlüssel­dienst muss her. Unseriöse Anbieter nutzen häufig die Notsituation der Kunden aus. test.de sagt, wie Sie sich davor schützen können.

Sie benötigen:

  • Nette Nach­barn mit PC oder Handy mit Internet­anschluss oder Telefon­buch
  • Telefon

Schritt 1

Nehmen Sie nicht den erst­besten Schlüssel­dienst, der zum Beispiel Werbung neben die Klingelschilder an Ihrem Haus geklebt hat. Andere Anbieter nennen sich „AAA Dienst“, um im Telefon­buch ganz vorn zu stehen, oder schalten besonders große Anzeigen. Fragen Sie einen Nach­barn, ob Sie bei ihm das Internet oder ein Telefon­buch nutzen können, um einen seriösen Schlüssel­dienst mit voll­ständiger Anschrift in der Nähe zu finden.

Schritt 2

Klären Sie schon am Telefon den Preis. Für das einfache Öffnen einer zugefallen Tür sind tags­über laut Verbraucherzentrale Berlin etwa 100 Euro üblich. Nachts und am Wochen­ende darf es mehr sein, aber nicht doppelt so viel wie am Tag. Weigert sich der Schlüssel­dienst, Ihnen den Preis zu nennen, wenden Sie sich an einen anderen Anbieter.

Schritt 3

Fragen Sie, wann der Schlüssel­dienst kommen kann und wie viel die Anfahrt kostet. Es kommt vor, dass Schlüssel­dienste Orts­nähe durch eine Rufnummer mit Orts­vorwahl nur vortäuschen. In Wirk­lich­keit leitet sie Ihren Anruf in eine andere Stadt weiter. Der Hand­werker kommt dann erst nach langer Warte­zeit und mit vielen Kilo­metern Anfahrt, die er sich natürlich von Ihnen bezahlen lässt.

Schritt 4

Lassen Sie sich eine detaillierte Rechnung geben. Die Verbraucherzentrale Berlin empfiehlt, die Rechnungs­positionen kritisch zu prüfen und nichts zu unter­schreiben. Fühlen Sie sich bedroht oder unter Druck gesetzt, scheuen Sie sich nicht, die Polizei zu rufen. Der Gesetz­geber verbietet stark über­höhte Rechnungen.

Schritt 5

Falls Sie einen über­höhten Betrag zahlen, können Sie das zu viel gezahlte Geld anschließend zurück­fordern. Die Verbraucherzentrale Berlin bietet dafür ein Musterschreiben mit Rechtsprechungsübersicht an.

Erschienen in: Finanztest 12/2014 Steuern sparen: Die besten Tipps zum Jahres­ende 4,90 € Heft ansehen

 

Siehe hier:

https://www.test.de/Gewusst-wie-Einen-serioesen-Schluesseldienst-finden-4776976-0/

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Problem: Ein gebrauchtes Smartphone für die Tochter

Wer Kinder hat, weiß, was es alles für Wünsche gibt, die erfüllt werden wollen. Einem Grundschulkind kann man heute eigentlich ein Handy oder Smartphone nicht verwehren. Erstens haben alle Kinder aus der Klasse eines und zweitens ist es halt auch praktisch, sein Kind erreichen zu können bzw. von seinem Kind angerufen werden zu können. Ich hatte also kapituliert und meiner Tochter ein Smartphone versprochen. Aber, das muss ich zugeben, ein neues Smartphone im Laden zu kaufen, war mir zu teuer und einen festen Vertrag mit 2 Jahren Laufzeit wollte ich auch nicht eingehen. Der Ausweg? Ich hatte vor, ein gebrauchtes Handy oder Smartphone in einem guten An- und Verkauf in Berlin zu erstehen und dieses mit einer Prepaid-Karte mit 20,00€ Guthaben zu füttern. Also fragte ich einige Freunde und Bekannte, ob sie nicht einen Tipp hätten, wo man ein gutes gebrauchtes Smartphone erstehen könne. Ich hatte 2 Adressen in Berlin und ging in der Mittagspause da mal hin. Der erste Laden wirkte auf mich nicht gerade vertrauenserweckend. Vor dem Laden standen komische Leute rum und im Schaufenster, das auch schon ziemlich lange nicht mehr geputzt wurde, lagen mehr oder weniger verstaubte Handys. Der Eindruck von außen war so schlecht, dass ich nicht mal reinging. Schon etwas genervt ging ich am nächsten Tag zu dem anderen empfohlenen Laden, wobei ich da bereits keine großen Erwartungen mehr hatte. Umso mehr wurde ich überrascht. Ein heller, freundlicher Laden mit 2 sehr freundlichen und kompetenten Mitarbeitern. Ich erklärte meinen Wunsch, Handy für die 10-jährige Tochter, gebraucht und nicht zu teuer. Man zeigte mir verschiedene Modelle wie Samsung Galaxy, HTC One und iphones. Meine Tochter meinte noch, falls es irgendwie geht, sollte es ein iphone sein, weil auch ihre beste Freundin eins hat. Das sind dann die Kriterien, wonach man sich ein Smartphone aussucht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich ihr ein iPhone schenken könnte, die Dinger sind halt auch gebraucht noch relativ teuer. Der Händler bot mir ein iPhone 4 an, das wirklich sehr gepflegt aussah und dem man sogar ein neues Glas eingebaut hatte. Er wollte 180,00€ dafür mit 6 Monaten Garantie. Mir schien der Preis sehr fair zu sein und weil ich wusste, wie sehr sich meine Tochter über das iPhone freuen würde, griff ich zu. Der Inhaber des An-und Verkaufladens setzte mir gleich noch eine Prepaid-Karte ein, sodass das iPhone sofort einsatzbereit war. Meine Tochter flippte fast aus, als ich ihr das iPhone 4 überreichte, sie hatte nicht damit gerechnet, dass sie das bekommen würde. Ich war zufrieden, außerdem hatte ich jetzt nicht nur eine zuverlässige Adresse für gebrauchte Smartphones in Berlin, der An- und Verkauf hatte auch gebrauchte Laptops, Notebooks und Tablets im Angebot, sondern auch einen Laden, der bei allen gängigen Smartphones die Dusplay, Touchscreens und einzelne Bauteile für wenig Geld austauschen konnte. 

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Problem: Ein gebrauchtes Smartphone für die Tochter

Wer Kinder hat, weiß, was es alles für Wünsche gibt, die erfüllt werden wollen. Einem Grundschulkind kann man heute eigentlich ein Handy oder Smartphone nicht verwehren. Erstens haben alle Kinder aus der Klasse eines und zweitens ist es halt auch praktisch, sein Kind erreichen zu können bzw. von seinem Kind angerufen werden zu können. Ich hatte also kapituliert und meiner Tochter ein Smartphone versprochen. Aber, das muss ich zugeben, ein neues Smartphone im Laden zu kaufen, war mir zu teuer und einen festen Vertrag mit 2 Jahren Laufzeit wollte ich auch nicht eingehen. Der Ausweg? Ich hatte vor, ein gebrauchtes Handy oder Smartphone in einem guten An- und Verkauf in Berlin zu erstehen und dieses mit einer Prepaid-Karte mit 20,00€ Guthaben zu füttern. Also fragte ich einige Freunde und Bekannte, ob sie nicht einen Tipp hätten, wo man ein gutes gebrauchtes Smartphone erstehen könne. Ich hatte 2 Adressen in Berlin und ging in der Mittagspause da mal hin. Der erste Laden wirkte auf mich nicht gerade vertrauenserweckend. Vor dem Laden standen komische Leute rum und im Schaufenster, das auch schon ziemlich lange nicht mehr geputzt wurde, lagen mehr oder weniger verstaubte Handys. Der Eindruck von außen war so schlecht, dass ich nicht mal reinging. Schon etwas genervt ging ich am nächsten Tag zu dem anderen empfohlenen Laden, wobei ich da bereits keine großen Erwartungen mehr hatte. Umso mehr wurde ich überrascht. Ein heller, freundlicher Laden mit 2 sehr freundlichen und kompetenten Mitarbeitern. Ich erklärte meinen Wunsch, Handy für die 10-jährige Tochter, gebraucht und nicht zu teuer. Man zeigte mir verschiedene Modelle wie Samsung Galaxy, HTC One und iphones. Meine Tochter meinte noch, falls es irgendwie geht, sollte es ein iphone sein, weil auch ihre beste Freundin eins hat. Das sind dann die Kriterien, wonach man sich ein Smartphone aussucht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich ihr ein iPhone schenken könnte, die Dinger sind halt auch gebraucht noch relativ teuer. Der Händler bot mir ein iPhone 4 an, das wirklich sehr gepflegt aussah und dem man sogar ein neues Glas eingebaut hatte. Er wollte 180,00€ dafür mit 6 Monaten Garantie. Mir schien der Preis sehr fair zu sein und weil ich wusste, wie sehr sich meine Tochter über das iPhone freuen würde, griff ich zu. Der Inhaber des An-und Verkaufladens setzte mir gleich noch eine Prepaid-Karte ein, sodass das iPhone sofort einsatzbereit war. Meine Tochter flippte fast aus, als ich ihr das iPhone 4 überreichte, sie hatte nicht damit gerechnet, dass sie das bekommen würde. Ich war zufrieden, außerdem hatte ich jetzt nicht nur eine zuverlässige Adresse für gebrauchte Smartphones in Berlin, der An- und Verkauf hatte auch gebrauchte Laptops, Notebooks und Tablets im Angebot, sondern auch einen Laden, der bei allen gängigen Smartphones die Dusplay, Touchscreens und einzelne Bauteile für wenig Geld austauschen konnte. 

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