Mietrecht 2013 und Co. – was sich dieses Jahr ändert

Alle Jahre wieder ändern sich pünktlich zum Jahreswechsel einige Reglungen beim Mietrecht. Anfang 2013 müssen sich Mieter auf veränderte Konditionen bei der Mieterhöhung einstellen. Vermieter können vom Mietrechtsänderungsgesetz profitieren, welches am Donnerstag im Bundestag verabschiedet werden könnte. Dieses Gesetz vereinfacht Mietpreisänderungen und erleichtert Hauseigentümern den Rausschmiss von zahlungsunfähigen Mietnomaden.

Bye Bye GEZ – neue Rundfunkgebühren in 2013
Nicht für jeden eine gute Nachricht ist die Abschaffung der GEZ zum Jahreswechsel beziehunsgweise der Wechsel des Gebührensystems der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Statt des monatlichen GEZ-Betrags ist künftig von jedem Haushalt pauschal eine monatliche Rundfunkgebühr von 17,98 Euro zu entrichten – dieser Betrag musste bislang für ein Fernsehgerät gezahlt werden. Neu am Gebührensystem: die Gebühr wird nicht wie bislang pro Gerät, sondern pro Wohnung bezahlt, was vor allem Familien und Wohngemeinschaften freuen wird. Im Nachteil sind hingegen Verbraucher mit Zweitwohnung, da sie künftig für beide Wohnsitze Gebühren entrichten müssen, da es sich bei der Zweitwohnung in der Regel um einen dauerhaft bewohnten Wohnsitz handelt. Besitzer von Ferienwohnungen werden für ihr Urlaubsdomizil von der Gebührenzentrale ebenfalls zur Kasse gebeten. Weitere Informationen zum Rundfunkbetrag finden Sie auf dem neuen Online-Portal der Gebührenzentrale.
Heizung mal anders
Alle Jahre wieder steigen die Heizkosten. Ein neues Gesetz soll nun Abhilfe schaffen und es Vermietern ermöglichen, mit Drittanbietern Verträge zu schließen. Das so genannte Wärme-Contracting ist seit Mitte der 1990er Jahre eine verbreitete Maßnahme, mittels derer Hausbesitzer und Vermieter durch die Kooperation mit mittelständischen Heizungsfirmen und Wärmelieferanten ihre Energiekosten deutlich reduzieren können. Beim Teil-Contracting übernimmt der Vertragspartner, der „Contractor“, die Wärmelieferung. Beim Full-Contracting übernimmt dieser zusätzlich den Betrieb der Heizungsanlage und legt die Kosten für Anlagenbetrieb und Wärmelieferung direkt auf die Mieter um.
Einfacher wird es für Vermieter künftig auch werden, Mietnomaden loszuwerden. Zahlen Mieter trotz richterlicher Anordnung nicht den vertraglich vereinbarten Mietvertrag, können Mieter künftig wesentlich einfacher eine Zwangsräumung anfordern.

Erstmalig veröffentlicht auf:

www.immobild.de

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